Ich weiß genau, wie du dich fühlst, was in dir vorgeht. Du musstest plötzlich Abschied nehmen. Deine geliebte Fellnase ist nicht mehr da! So vieles geht einem durch den Kopf und doch ist da so viel Leere. Angefangen mit dem leeren Körbchen. Es fehlen alltägliche Dinge, die einen manchmal genervt haben aber auch so liebenswert waren – einfach weil sie bedeutet haben, das geliebte Tier ist noch da, gehört noch zum Zuhause dazu.

Gerade ein plötzlicher Abschied, wenn das Tier vielleicht unerwartet stirbt oder man sehr akut die Entscheidung für eine Euthanasie fällen muss, ist unglaublich schwer zu verdauen. Ich weiß nicht, wie es in dir aussieht, doch in mir war dann meist die Suche nach dem Warum. Warum musste das passieren? Warum jetzt? Warum du? Warum, warum warum…. Eine Antwort habe ich meist nicht bekommen, zumindest nicht in diesem aufgewühlten, verzweifelten Zustand. Stattdessen hatte ich immer das Gefühl, dass mich etwas tiefer in die Traurigkeit hineinzieht und immer wieder Zweifel hochschubst, ob ich nicht versagt habe. Fast so, als würde ein kleiner Teufel mit einem Megaphon auf meiner Schulter sitzen, laut brüllend, damit ich auch ja alles richtig verstehe.

Ich drücke dich ganz fest. Atme bitte einmal tief durch. Gibt es überhaupt eine Antwort und selbst wenn – das Tier ist fort und die Leere bleibt. Schlussendlich kann man nur mutmaßen warum es jetzt sein musste. Und diese Stimme, die Zweifel aufkommen lässt, löst leider auch nichts. Im Gegenteil. Sie macht, dass du dich noch schlechter fühlst, noch tiefer in der Trauer, im Schmerz versinkst.

DEIN TIER LIEBT DICH

Du hast dein Tier geliebt und so war es andersherum. Es hat dich geliebt und dir vertraut. Bestimmt hätte es sich einen anderen Abschied gewünscht, doch leider ist dieses unendliche Tschüss-Sagen nie „schön“. Weder wenn wir uns darauf einstellen können, noch wenn es akut geschieht. Ein wichtiges Familienmitglied ist fort. Das tut weh.

Was unsere Tiere nicht möchten ist, dass wir uns etwas einreden oder uns schlecht fühlen. Du darfst weinen, du darfst trauern, aber du darfst nicht zweifeln. Du hast alles mögliche getan, auch wenn natürlich Restzweifel da sind. Die hat jeder, auch ich habe sie. Betrachte jedoch nicht nur die letzten Augenblicke, sondern alles. Die letzten Wochen, Monate und Jahre. Wirf einen Blick auf die gesamte Zeit mit deinem Tier. Du hast stets das Beste umgesetzt und auf diese Stimme solltest du nun hören.

Manchmal müssen unsere Tiere plötzlich gehen, ohne das es eine andere Wahl gibt.

DEIN TIER WAR DA UND DAS IST DAS WAS ZÄHLT

Das Schlimmste ist immer das Ende, der Abschied. Egal wie er passiert. Aber weißt du, was das Schönste ist? Und genau daran solltest du dich immer erinnern:

Es gab dieses eine Tier in deinem Leben, ganz gleich wie lange es bleiben durfte. Es gab dieses bezaubernde Wesen, dass so viele schöne Momente beschert hat. So viele Erinnerungen haben sich in dein Herz gebrannt und werden immer da sein. All das bedeutet: Es gab dieses eine Tier und es war in deinem Leben.

Stell dir vor, es hätte all das – all die Freude und das Leid jetzt – nicht gegeben. Wäre das nicht eine schreckliche Vorstellung?

Ich halte dich ganz fest. Ich weiß so gut, dass dir meine Worte vielleicht heute noch nicht so weiterhelfen, wie ich dir gerne helfen würde. Aber vielleicht trösten sie dich morgen ein wenig. Und vielleicht erinnerst du dich übermorgen an sie und denkst dir dann: „Ja, sie hat Recht.“

DER TOD LÖSCHT WEDER LIEBE NOCH ERINNERUNG AUS

Liebe und Erinnerung bleiben fest bei dir. Wenn ich Abschied nehmen muss, ganz gleich wie, dann ist das etwas, das mich langsam tröstet und mir durch die Trauerarbeit hilft. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass auch du irgendwann mit einem Lächeln zurückblicken kannst, auf das großartige Tier, dass zwar im Hier und Jetzt verloren scheint, aber weiter in deinem Herzen ein wichtiger Teil deines Lebens bleiben wird.

Ich wünsche dir von Herzen viel Kraft und bin gerne für dich im Trauergarten da, falls du dich austauschen möchtest.

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

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PPS.

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

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