Mein Quick-Tipp für dich, wenn du vor der Aufgabe stehst Kot deines Tieres einzusammeln, um sie beim Tierarzt abzugeben oder aber zum Labor zu senden. Denn dabei gibt es ein paar Punkte zu beachten, damit die Probe zu keinen verfälschten Ergebnissen führt. Ganz wichtig ist, dass du dir entweder vom Tierarzt oder vom Labor mit dem du zusammenarbeiten möchtest oder aber in der örtlichen Apotheke ein sogenanntes Kotproben-Gefäß (auch Stuhlproben-Gefäß) besorgst. Wenn du eine Frischprobe abgeben oder einsenden sollst, so reicht ein Gefäß. Muss auch eine Sammelprobe abgegeben werden, solltest du zwei Gefäße besorgen.

TERMIN ZUM EINSAMMELN

Der Termin zum Sammeln hängt davon ab, wann der Kot beim Tierarzt oder im Labor ankommen soll. Ich empfehle es spätestens Mittwoch abzugeben oder einzusenden, damit noch vor dem Wochenende die Ankunft im Labor garantiert ist. Wer den Postversand dazu wählt, sollte via DHL-Express versenden. Nur so ist garantiert, dass der Kot spätestens am kommenden Tag beim Empfänger eingeht.

KEIN DARMAUFBAUPRODUKTE FÜTTERN

Wenn du planst eine Kotprobe einzusenden, solltest du ungefähr eine Woche vor dem Sammeltermin mögliche Darmfloraprodukte absetzen. Vor allen Dingen dann, wenn du lebende Mikroorganismen verfütterst. Es kann das Ergebnis sonst verfälschen.

NICHT RUMSTOCHERN BEIM SAMMELN

Entnehme am besten Kot mit dem im Behältnis steckenden Löffelchen. Und bitte so, dass du nicht im Kot herumstocherst. Andernfalls kommt Sauerstoff an die darin lebenden Darmbakterien und das verfälscht die Probe.

FRISCHPROBE

Wie der Begriff Frischprobe aussagt, handelt es sich um frisch aufgesammelten Kot. Dieser wird direkt nach dem Einsammeln, am besten Dienstag oder Mittwoch früh versendet oder beim Tierarzt abgegeben. Befülle das Röhrchen so, dass es zu Dreiviertel befüllt ist. Verschließe es danach sorgfältig und beschrifte es mit dem Namen des Tieres, dem Sammeldatum und dem Begriff „Frischprobe“. Frischproben sind zum Beispiel für Darmflora-Untersuchungen wichtig.

SAMMELPROBE

Für die Sammelprobe wird der Kot an drei aufeinanderfolgenden Tagen eingesammelt. Die meisten Tierhalter sammeln samstags, sonntags und montags. Es wird jeweils ein Viertel am jeweiligen Tag eingesammelt und in das Behältnis gesteckt. Am 3. Tag des Sammelns wird es dann beim Tierarzt abgegeben oder per Expressversand verschickt. Sammelproben muss man nehmen, wenn man einen parasitären Befall vermutet, aber auch wenn nach Pilzen o. ä. gesucht werden soll.

Denke bitte auch hier an das Beschriften des Röhrchens.

SAUBERES EINSAMMELN

Am schönsten wäre es, wenn das Tier auf eine keimfreie Unterlage koten würde. Absolutes Wunschdenken. Aber es kann zum Teil zu falschen Ergebnissen kommen, je nachdem wohin gekotet wurde und ob und wieviel davon mit eingesammelt wird. Achte deshalb bitte darauf, dass dein Tier in keiner Pfütze Kot absetzt, und möglichst nicht in Sand oder Matsch. Und pass auch beim Einsammeln auf, dass du keine Pflanzen mit in das Behältnis fügst. Auch Einstreu aus dem Katzenklo hat nichts im Sammelbehältnis zu suchen.

HITZE VERFÄLSCHT

Insbesondere an heißen Sommertagen kann eine Probe sehr schnell zu heiß werden. Die im Behältnis befindlichen Keime und Bakterien können sich vermehren. Und du ahnst es bereits, das kann zu verfälschten Ergebnissen führen. Deshalb sollte man eine Kotprobe im Sommer stets gekühlt zum Empfänger bringen oder senden. Es gibt dazu spezielle Kühlversand-Utensilien aus dem Medikamentenbereich, die du dir online ggf. besorgen solltest.

ALTER KOT IST TOT

Kot, der länger als 3 Tage durch die Weltgeschichte gereist ist, wird keine vernünftige Aussage mehr machen können, was in ihm schlummert oder nicht. Deshalb sollte eine solche Probe vernichtet werden.

Falls du Kot einsendest, notiere zwingend auf dem Antrag, wann du den Kot gesammelt hast. Viele Labore prüfen das Datum und sollte der Kot länger als 3 oder 4 Tage unterwegs gewesen sein, so wird meist keine Untersuchung gemacht.

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

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PPS.

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

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