Mein Quick-Tipp für dich, wenn dein Hund | deine Katze auf einmal erbricht. Erbrechen ist ein Symptom. Der Körper will etwas loswerden. Bei Katzen ist das schon mal ein sogenannter Haarball. Diese Fälle meine ich hier jedoch weniger. Hier geht es eher um das Erbrechen von Futter oder das leer erbrechen. In letzterem kommt nur Flüssigkeit.

GIFTKÖDER?

Es ist schwer zu prüfen, ob dein Hund | deine Katze einen Giftköder aufgenommen haben könnte. Gehe aber bitte mal alle Möglichkeiten gedanklich durch. Und sollte die Vermutung da sein, dass eine Vergiftung im Spiel ist, dann gehe bitte sofort ohne zu zögern zum Tierarzt oder außerhalb der Sprechzeiten zum Notdienst.

SCHONKOST

Zur normalen Tagesfütterung sollte man nach dem Erbrechen nicht zurückkehren, sondern eher auf Schonkost setzen. Hunde dürfen durchaus fasten. Katzen sollte jedoch nicht zu lange hungern, da sie einen besonderen Stoffwechsel haben. Hier besteht im Falle einer zu langen Fastenzeit die Gefahr der hepatischen Lipidose (Lebensgefahr!).

Sofern du es im Haus hast, bereite für deinen Hund einen Kamillentee oder Fencheltee zu. Parallel solltest du die Moro-Suppe zubereiten. Das Rezept findest du hier. Außerdem kannst du mageres Hühnchenfleisch, z.B. Brustfilet garen und deinem Hund in kleinen Portionen zusammen mit der Moro-Suppe nebst einigen Löffeln vom Tee anbieten. Achte auf eine kleine Portion. Der Magen sollte keineswegs überfordert werden.

Katzen dürfen auch Moro-Suppe nebst Hühnchen angeboten bekommen. Vom Tee würde ich jedoch Abstand nehmen.

Sollte dein Tier das gut vertragen und es zu keinem Erbrechen mehr kommen, kannst du am nächsten Tag versuchen mit einer kleinen Portion der normalen, gewohnten Fütterung zu starten.

ALTERNATIVER TIPP

Erbrechen kann diverse Ursachen haben. Im besten Fall ist es nur ein Magen-Darm-Virus, den leider auch mal Hund | Katze aufschnappen kann. Im schlimmsten Fall ist es jedoch etwas Ernstes und muss zwingend durch den Tierarzt herausgefunden werden.

Es gibt Unmengen an alternativen Möglichkeiten, die man bei Erbrechen geben kann. Doch wichtig ist die Ursache zu kennen, um dann auch entsprechend richtig auf das Symptom einzugehen. Deshalb möchte ich an dich appellieren den Tierarzt frühzeitig ins Boot zu holen.

Sollte es ein diagnostizierter Magen-Darm-Virus sein, kannst du dein Tier für einige Tage mit Ulmenrinde (Slippery Elm) unterstützen. Die Ulmenrinde wird in diesem Fall kalt angesetzt und etwa 15 Minuten vor der Fütterung verabreicht. Die sich bildenden Schleimstoffe wirken beruhigend auf den Verdauungstrakt, insbesondere den empfindlichen Magen. Sollte dein Hund | deine Katze partout die Ulmenrinde nicht aufnehmen wollen, dann misch sie nach dem Quellvorgang mit etwas Milch oder Thunfischwasser. Wichtig ist, dass du das wirklich erst nach dem ausreichenden Quellen der Ulmenrinde machst, denn sonst heben gerade Milchprodukte die Wirkung der Schleimstoffe auf.

Die Gabe der Ulmenrinde sollte 3-6 x täglich erfolgen, je nach Schwere des Magen-Darm-Virus und Häufigkeit des Erbrechens oder einer möglichen Übersäuerung, die dabei oft als Zweitsymptom auftritt.

IST ALLES ÜBERSTANDEN

Wenn es deinem Tier wieder gut geht, fang bitte langsam mit der gewohnten Fütterung und gewohnten Leckereien an. Überfordere bitte nicht die Verdauung! Deshalb sollten bei Hunden sehr fetthaltige Leckereien erstmal tabu sein. Ich selbst sehe dann auch von einer Fütterung stark bindegewebsreicher Futtermittel ab, wozu Pansen gehört, aber auch getrocknete Lunge usw.

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

Wenn du dich angesprochen fühlst und diesen Beitrag gerne teilen möchten, ist das ausdrücklich erwünscht, jedoch bitte nur durch Verlinkung hierher. Herzlichen Dank!

PPS.

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

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