Mein Quick-Tipp für dich, wenn es mal zu einer Wunde gekommen ist, die du bei Hund, Katze, Kaninchen usw. versorgen möchtest. Wichtig ist aber: Es ist eher für oberflächliche Wunden gedacht, die man selbst erstversorgen kann!

Wenn es eine sehr tiefe Wunde ist, lass im Zweifel den Tierarzt drüber gucken! Oder wenn sich eine Wunde zum schlechteren verändert…

Säubern

Egal was es für eine Wunde ist, ob eine Schnittwunde oder eine selbst aufgebissene Wunde, um Juckreiz zu stillen, ein Zeckenbiss usw., die Stelle sollte desinfiziert werden. Das kann man entweder mit einem Wundspray für Menschen tun (z.B. Octenisept aus der Apotheke) oder aber mit einem antibakteriellen, alternativen Produkt. Ich verwende meist Calendula-Essenz, die ich eigentlich immer Zuhause habe. Die Ringelblume hat eine antibakterielle Wirkung und unterstützt zudem die Wundheilung. Ich nutze das Produkt aus dem Hause Weleda. Man kann es pur auf ein fusselfreies Tuch geben und damit die Wunde desinfizieren. Das „brennt“ jedoch durch den darin enthaltenen Alkohol, so dass ich es meist mit einer geringen Menge abgekochtem Wasser und einigen Tropfen Essenz ansetze und damit dann die Wunde säubere.

Die Wunde sollte gut durchlüftet werden. D.h. es kann sinnvoll sein das Fell drumherum kurz zu rasieren oder mit einer Schere etwas zu kürzen.

Belüftung

Man ist oft geneigt Wunden abzubinden, damit sich dort kein Dreck sammelt und das Tier auch nicht drangehen kann. Doch manchmal hilft Luft beim Heilen. Ich bevorzuge deshalb bei sehr kleinen oberflächlichen Wunden, dass diese „frei“ bleibt. Aber natürlich sollte das Tier nicht ständig daran rumlecken. Denn durch die Zunge kann es zu einer Infektion der Wunde kommen, da die Zunge nie „steril“ ist.

Ständiges Eincremen

Ich bin kein Freund vom ständigen Eincremen einer Wunde. Man kann wenige Male pro Tag dünn eine Salbe oder antibiotische Creme auftragen. Sollte aber danach für einige Zeit zumindest das Drangehen des Tieres per Zunge an die Stelle unterbinden. Denn wird das Aufgetragene direkt abgeleckt, bringt es schlussendlich nichts und ich kann mir das Prozedere schenken.

Manuka-Honig ist für viele Halter mittlerweile ein Allheilmittel zur Wundbehandlung geworden. Es sollte aber nur dann als reiner Honig aufgetragen werden, wenn das Tier es nicht direkt danach ableckt (siehe vorstehende Begründung).

Ich verwende für kleine Wunden, um den Juckreiz beim Heilungsprozess zu lindern und auch etwas das Entzündungsgeschehen zu beruhigen, meist eine selbsthergestellte Calendula-Salbe oder gekaufte Manuka-Salbe. Es wirkt antibakteriell, entzündungslindernd und unterstützt die Wundheilung.

Beim Produktkauf bitte darauf achten, ob der Hersteller ätherische Öle zufügt, die ein Benagen oder Beknabbern vermeiden sollen! Das kann insbesondere bei der Anwendung von Katzen zum Gesundheitsproblem werden.

Nachts ist beim Tier der Drang am stärksten, an die Wunde zu gehen. Gerade tagsüber, wenn Tiere abgelenkt sind oder aber durch uns auch beobachtet werden können, gehen sie weniger an Wunden. Nachts, wenn wir uns erholen, schlafen unsere Tiere nicht durchgängig. Und hier besteht die größte Gefahr, dass dann die Wunde ohne das wir es bemerken können benagt oder beknabbert wird.

Hier würde ich empfehlen sich je nach Schwere des Geschehens zu überlegen, ob man zumindest nachts einen Kragen anzieht oder aber die Stelle verbindet. Hängt aber vom Tier und eben seinen Ambitionen ab.

WUNDAUSSEHEN

Eine frische Wunde ist meist rot, fühlt sich vielleicht auch warm oder heiß an und kann „nässen“. Die Haut reinigt sich mit ihren Möglichkeiten – normaler Heilungsverlauf. Wichtig ist aber, dass nach dem Säubern und ersten Maßnahmen nach 24 Stunden eine leichte Besserung eintritt. Wird die Wunde eher schlechter, statt besser muss der Tierarzt draufsehen!

Ansonsten wird die Wunde farblich von rot zu rosa wechseln, trocknen und eine Kruste bilden, die sich von selbst meist nach einigen Tagen löst. Je nachdem wo sich die Wunde befindet kann nach dem Zusammenwachsen der Haut eine Narbe sichtbar sein, bis sich die Haut vollständig regeneriert hat. Manchmal bleibt auch eine kleine Wundnarbe, was von der Tiefe der Wunde abhängig ist.

Gute Besserung!

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

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PPS.

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

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