Hinter sogenannten Second-Hand Tieren aus dem Tierschutz verbergen sich echte Juwelen! Das konnte ich nicht nur einmal erleben, sondern unzählige Male. Es ist ein Irrglaube, dass Tiere mit Vergangenheit zwingend „eine Macke“ haben. Woher diese Annahme stammt, kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht, weil viele Menschen auch heute noch davon ausgehen, dass nur verhaltensgestörte Tiere ihr Zuhause verlieren. Dabei gibt es noch viel mehr Gründe, weshalb Tiere abgegeben werden.

Tierheime und Tierschutz-Organisationen haben Tiere jeder Rasse, Größe, jeden Alters. Angefangen beim frisch geschlüpften Jungtier bis hin zum Senior. Die Charaktervielfalt möchte ich bewusst nicht unerwähnt lassen. Und diese Vielfalt macht es für mich so besonders, dass man mit etwas Geduld und einer guten Beratung oft für den „eigenen Topf“ den passenden Deckel findet: Sprich das Tier sein Frauchen oder Herrchen.

Was aber, wenn man sich bewusst für ein Tier mit Vergangenheit entschließt? Nicht jedes Tierschutztier benötigt zwingend eine alternative Begleitung. Aber sie kann das Einleben in ein neues Zuhause unterstützen. In meiner Praxis erlebe ich unterschiedliche Kandidaten. Da sind jene dabei, die sehr cool sind, was das neue Zuhause betrifft. Sie kommen mit den Neuerungen gut klar, erkunden alles sehr locker und schmeißen sich danach selig hin. Sie sind angekommen und dankbar! So konnten wir das bei unserer Katze Mischu erleben. Und dann gibt es jene, die deutlich mehr Zeit brauchen Vertrauen zu fassen. Auf diese Charaktere kann man wunderbar mit verschiedenen alternativen Therapieansätzen eingehen, die sich teils auch als Laie einfach umsetzen lassen.

BACHBLÜTEN FÜR TIERSCHUTZTIERE

Bachblüten sind meine persönliche Nummer 1 für Tierschutz-Tiere. Es gibt 38 verschiedene Einzelbachblüten, die vom englischen Arzt, Dr. Edward Bach, entdeckt wurden. Sie sollen auf Erkrankungen des Gemüts so einwirken, dass das Lebewesen während der Einnahme entspannter wird und lernt nach einer gewissen Zeit auch ohne die Bachblütengabe weiterzuleben. Gerade bei Angstpatienten, bei unsicheren Tieren und auch bei Tieren mit hohem Aggressionspotenzial konnte ich eine sehr positive Entwicklung beobachten. Einerseits kann man mit der sogenannten Notfallmischung viel erreichen. Noch gezielter kann man auf verschiedene Fälle jedoch mit Einzelblüten eingehen. So ist die Bachblüte Mimulus meine persönliche Mut-mach-Blüte. Sie eignet sich für ängstliche Charaktere, die sehr unsicher sind. Um im neuen Zuhause anzukommen, sich für neue Situationen zu öffnen, ist die Bachblüte Walnut geeignet. Man kann sie direkt nach der Ankunft im neuen Zuhause geben. Wer im Tierheim oder für eine Tierschutzorganisation arbeitet, kann auch mit der Gabe dieser Blüte starten, wenn ein Tier neu im Tierheim ankommt. Da die meisten erhältlichen Bachblüten einen nicht unerheblichen Anteil an Alkohol enthalten, empfehle ich hier den Einkauf von Bachblüten-Globulis. Die Gabe sollte täglich über etwa 14 Tage 3-6 Mal über das Futter oder aber zusätzliche Leckereien erfolgen und zwar von 2-3 Globuli.

TRAINING FÜR TIER UND MENSCH

Bei Hunden und verhaltensauffälligen Katzen kann die Wirkung der Bachblüten noch durch einen Trainer oder Verhaltenspsychologen sinnvoll unterstützt werden. Denn wenn ich als Tierhalter weiß, wie ich mich richtig dem Tier gegenüber nähere oder aber ihm Sicherheit zum Beispiel beim Spaziergang vermittle, kann das eine großartige und vor allem unerlässliche Hilfe sein. Ängstliche Tiere können durch ruhige Menschen, die ihnen zum Beispiel bei der Annäherung entsprechend viel Zeit lassen, nur gewinnen. So hat eine meiner Teilnehmerinnen der Bachblütenausbildung mit Bachblüten und Geduld ihre unter dem Schrank lebende ängstliche Tierschutz-Katze begleitet, die am Ende von dieser Unsicherheit nichts mehr hatte. Im Gegenteil: Sie ist nun fester Bestandteil eines 3-Katzen-Haushalts mit Frauchen und Herrchen.

Im anderen Fall begleitete ich eine Pflegestelle dabei, den Hund auf den Wesenstest vorzubereiten. Dieses Erlebnis war auch für mich sehr lehrreich, denn die Spaziergänge mit dem Hundetrainer, dem Frauchen und dem Hund halfen mir nicht nur den Tierpatienten besser einzuschätzen und dabei direkt von Beginn an auf die richtigen Bachblüten zu setzen. Am Ende war ich ein kleiner Part, dass der Wesenstest bestanden wurde und der Hund ein festes Zuhause beziehen konnte und nun völlig verträglich mit anderen Hunden und Menschen leben kann.

FARBLICHT FÜR TIERE

Daneben ist für mich Farblicht eine großartige Ergänzung. Jedes farbige Licht hat eine unterschiedliche Wellenlänge, die beim Kontakt mit der Haut zu unterschiedlichen Reaktionen im Körper führt. Die Haut sendet die Farbinformation über die Nervenzellen weiter und der Körper reagiert entsprechend. Rot ist zum Beispiel anregend, kühlende Farbtöne wie Blau wirken dämpfend.

Gerade für sehr ängstliche, unsichere, depressive Tiere, die vielleicht mit sich und dem Leben abgeschlossen haben, weil sie eine solch düstere Wolke scheinbar umhüllt, kann die Kombination aus Bachblüten und Farblicht helfen neue Lebensfreude zu entwickeln. Natürlich müssen Erkrankungen ausgeschlossen werden!

Mehr zum Thema Farblicht habe ich in meinem passenden Blog-Beitrag: https://www.animal-visite.de/farblicht-fuer-tiere/ für dich notiert.

DIE AROMATHERAPIE FÜR TIERE

Aromen können sich als dritte Möglichkeit im Bund zunutze gemacht werden. Denn je nach Duft können bestimmte Reaktionen auftreten. Es gibt zahlreiche Aromen, die eine positive Wirkung auf das Gemüt haben. Das Tier fühlt sich wohl in seiner Haut. Es fühlt sich sicher. Bei Katzen kennt man das Prinzip durch den Verdampfer Feliway. Man kann jedoch auch mithilfe von hochwertigen Aromaölen und einem Diffuser selbst für Entspannung sorgen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten! Tiere haben eine sehr viel feinere Nase als wir. Eine Überdosierung kann sehr schnell ins Gegenteil fühlen und das Tier fühlt sich alles andere als wohl.

Aus diesem Grund gehören für mich Aromaöle und ihre Anwendung beim Tierproblem immer in erfahrene Hände. Das heißt hier möchte ich dir insbesondere empfehlen einen fachkundigen Therapeuten zu kontaktieren, der dich speziell auf das Problem berät. So weißt du welche Öle eine Hilfe sein können und wie du sie dann am besten anwendest.

die passende podcast-episode

TIERE MIT VERGANGENHEIT SIND JUWELEN

Ich kann ad hoc nicht sagen, wie oft ich mein Herz im Tierheim oder beim Tierschutz verloren habe. Bereut habe ich es niemals. Weißt du, es sind so wunderbare Gefährten, die meist so dankbar darüber sind, dass man ihnen nochmal eine Chance gibt. Verständlich oder? Denn viele von ihnen verlieren ja nicht grundlos ihr Heim. Manchmal sind es Trauerfälle, bei denen die Besitzer versterben und sich niemand vernünftig um sie kümmern kann. Natürlich sind es auch Fälle, bei denen die Tiere bislang leider kein schönes Leben hatten. Egal welche Geschichte ein Tier mitbringt: Wenn es ins neue Zuhause passt und man als Halter bereit ist, auf das Tier richtig einzugehen, bekommt man mit dem Vertrauen und der Liebe des Tieres das schönste Geschenk. Ich sage deshalb immer wieder aus tiefstem Herzen JA zum Second-Hand-Tier und freu mich für alle tierischen Juwelen, die ein schönes Zuhause in einer Menschenfamilie finden.

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

Wenn du dich angesprochen fühlst und diesen Beitrag gerne teilen möchten, ist das ausdrücklich erwünscht, jedoch bitte nur durch Verlinkung hierher. Herzlichen Dank!

PPS.

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

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