Mein Quick-Tipp für dich, über die Ausscheidungen von Hund / Katze. Denn sie können sehr viel verraten, auch wenn es kein schönes Thema ist. Doch Konsistenz und auch die Farbe kann einiges verraten, zu dem was du fütterst, aber auch was im Darm unter Umständen los ist.

KOTKONSISTENZ

Im besten Fall ist der Kot geformt und nahezu fest. Er kann ohne Rückstände zu hinterlassen aufgenommen und eingesammelt bzw. entfernt werden. Die Farbe kann in verschiedenen Brauntönen variieren, von dunkelbraun bis mittelbraun wäre eine „gesunde“ Farbe. Dazu jedoch später mehr. Wenn der Hund oder die Katze diesen Kot auch noch einfach absetzen kann, nicht zu lange dafür braucht, dann spricht man vom 1a-Kot und Kotabsatz.

Viele Hunde scheiden ein „tortenähnliches“ Gebilde aus. Es sind keine einzelnen Kot“würste“, sondern es wirkt wie eine Spirale. Es ist eine Kotmasse, die man z.T. nur schwer aufnehmen kann, ohne das sich Partikel daraus lösen und auf den Boden fallen. Der Kot ist weicher, aber nicht durchfällig, nicht flüssig. Farblich meist heller als gewöhnlich. Weicher Kot kann aufgrund der Fütterung entstehen, aber auch ein Hinweis auf ein nicht optimales Darmklima sein.

Je weicher bzw. flüssiger der Kot wird, umso besorgniserregender. Dann sollte in jedem Fall eine Frischprobe direkt zum Tierarzt kommen. Denn es sollte ausgeschlossen werden, ob ein parasitärer Fall dahinter steckt – noch besser wäre eine Sammelprobe abzugeben.

Wenn ein Hund im fortlaufenden Spaziergang zuerst gut geformten Kot absetzt und nach und nach dieser weicher wird, spricht man meist von Stresskot. Das kann also auch z.T. normal sein, sollte man aber beobachten. Er kommt oft bei sehr jungen Hunden vor, auch während einer hormonellen Phase (Läufigkeit).

Ist der Kot sehr trocken, vielleicht weiß bis gräulich-farben, wird ausgesprochen schwer vom Hund oder der Katze (nur unter Pressen) abgesetzt, so spricht man von Knochenkot. Der Anteil an Calcium im Futter könnte zu hoch sein. Das finden wir primär bei Tieren, die gebarft oder bekocht werden und Knochenmehl oder Knochen zum Abdecken der Calciumversorgung über die Fütterung erhalten. In diesem Fall muss unbedingt die Knochenmenge überdacht werden, denn dieser Kot ist nicht „gesund“.

Kotfarbe

Farblich kann der Kot unglaublich variieren. Von diversen Brauntönen, ins Rötliche, auch Gelbe, zu Weiß/Grau und Schwarz. Manches kann tatsächlich der Hinweis auf eine Erkrankung sein – anderes liegt an der Fütterung.

„Gesunder“ Kot hat meist einen Braunton. Der kann dunkel sein, aber auch etwas heller. Gesund bedeutet hier aber keine Garantie, dass wirklich alles in Ordnung ist, denn die Farbe sagt nichts über einen möglichen parasitären Befall oder aber eine Dysbiose der Darmflora aus!

Ist der Kot sehr schwarz, kann das unter Umständen mit der Zugabe von Huminsäuren. Insbesondere Hunde, denen ich eine Darmreinigung verordne und die dann ein entsprechendes Moorprodukt erhalten, können also ausgesprochen dunklen bis schwarzen Kot zeigen.

Orangefarbener Kot kann auf einen hohen Anteil an Karotten hinweisen. Aber auch die Aufnahme von Löwenzahn könnte zu einer solchen Verfärbung führen.

Grüner Kot kann mit der Aufnahme von Gras zusammenhängen oder wenn es einen pflanzlichen Smoothie o.ä. gab.

Roter Kot muss nicht immer auf Blut deuten. Das müsste schon eine größere Menge an Blut sein, die den Kot dann so färben würde. Meist ist es etwas Pflanzliches in der Nahrung, wie rote Beete.

Gelber Kot hat oft keinen fütterungsbedingten Hintergrund, sondern deutet auf ein Problem der Verdauung hin. Hier steckt meist ein Problem der Leber / Galle dahinter, weshalb man die Häufigkeit des Kots gut beobachten sollte. Einmal kann es vorkommen, vor allem wenn es ein sehr fettreiches Futter gab. Auch bei Medikamenten mit starkem Einfluss auf die Leber kann es mal eher zu einer einmaligen Verfärbung des Kots kommen. Bleibt der Kot jedoch Gelb, wird auch weicher oder sogar dünnflüssig und glänzt sehr fettig, sollte man in jedem Fall eine Kotprobe zum Tierarzt bringen. Hier sollte Lipase ausgewertet werden, ob die Bauchspeicheldrüse in Ordnung ist.

Grauer oder weißer Kot ist sogenannter Knochenkot. In diesen Fällen zerfällt er sehr leicht, ist sehr trocken. Meist haben die Tiere ein Kotabsatzproblem, brauchen lange um ihn auszuscheiden. Dann ist die Knochenmenge in der Fütterung zu hoch und sollte mit dem Tierernährungsberater angepasst werden. Es gibt auch Tiere die Knochenmehl oder Knochen schlecht verdauen können und hier dann auf eine Supplement-Alternative eingestellt werden sollten.

WEITERE KOTZUSÄTZE

Und dann kann es auch noch sein, dass sich gewisse „Topings“ am oder im Kot finden. Sehr häufig berichten mir Neukunden von gelee-/schleimigem Überzug des Kots. Und da man ja recherchierte muss das zwingend eine Darmentzündung sein oder sonst etwas Schlimmes mit dem Darm zu tun haben. Nicht unbedingt. Sicherlich steckt ein Darmsymptom dahinter. Der Darm produziert nämlich Schleim, weil er etwas loswerden will. Das müssen aber nicht zwingend Parasiten sein. Es kann auch Nahrung sein, die er nicht gut verdauen kann. Der Schleim ist eine natürliche Entstopfung des Körpers. Er soll das was da drin ist so glitschig machen, dass es schneller aus dem Darm gelangen kann. Tritt er mal auf, kann man ihn beobachten, sich vielleicht im Hunde-Tagebuch eine Notiz machen und sollte sich überlegen, was gab es zu Fressen o.ä. Tritt er regelmäßig auf, muss man wirklich Ursachenforschung betreiben.

Weiße bzw. helle Punkte oder längliche Gebilde können Hinweise auf Würmer sein, aber auch auf unverdaute Nahrung, die ausgeschieden wurde. Insbesondere Kauhölzer sorgen für besorgte Nachrichten, die ich erhalte und bei dem sich am Ende herausstellt, dass es das geliebte und zernagte Kaffeeholz vom Hund ist, was sich da als längliches Gebilde im Kothaufen zeigte. Im Zweifel sollte man den Kothaufen mitnehmen, zuhause mal näher ansehen und ggf. davon eine Kotprobe zum Tierarzt bringen, um einen Wurm-Verdacht ausschließen zu können. Aufgenommene Gräser werden übrigens auch gerne als Würmer erkannt, weil längliche Gebilde darin enthalten sind…. Hier hilft also wirklich nur das in Ruhe analysieren. Und das setzt aber dann auch voraus, dass man sich für den Kot vom Hund interessiert und diesen einsammelt und entsprechend vorgesehen entsorgt.

Wer hier die Kunststoffbeutel (selbst wenn biologisch abbaubar) nicht mag, kann eine umweltfreundliche Alternative bei PooPick finden: https://www.poopick.de/

kot darf variieren

Kot muss nicht täglich gleichfarbig und gleichgeformt sein. Kot darf variieren. Es kommt aber auf ein gesundes Verhältnis an und der überwiegende Kotabsatz sollte „gesund“ sein. Im Zweifel – auch wenn es unappetitlich ist – ein sogenanntes Kottagebuch führen und von den Ausscheidungen Fotos machen, die man mit einem Datum versieht. So kann ein unterstützender Tierarzt oder Tierheilpraktiker eine Einschätzung machen, ob alles im „grünen Bereich“ ist oder man unter Umständen eine Therapie oder Untersuchung unternehmen sollte.

häufigkeit des kotabsatz

Je hochwertiger die Kost, umso besser wird diese verdaut und umso kleiner die Häufchen und umso weniger „kackt“ das Tier. Sprich Hund oder Katze suchen bei optimaler Verdauung und Nahrungsverwertung meist nur 1 x pro Tag den Ort des Geschehens auf, um Kot abzusetzen.

Trocken ernährte Tiere koten größere Mengen und oft auch häufiger.

Und wenn du nun wissen magst, ob im Kot alles in Ordnung ist, denk an die richtige Probenentnahme, wie ich sie in dieser Patienteninfo erläutert habe.

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

Wenn du dich angesprochen fühlst und diesen Beitrag gerne teilen möchten, ist das ausdrücklich erwünscht, jedoch bitte nur durch Verlinkung hierher. Herzlichen Dank!

PPS.

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

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Wo du auch wohnst, ich helfe deinem Tier und dir gerne durch meine langjährigen Erfahrung als Tierheilpraktikerin und Tierernährungsberaterin mit meiner Online-Beratung.

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