Kaninchen zählen oft zu den anspruchlosen Haustieren, die sich gut selbst beschäftigen können. So der Tenor. Man muss mit ihnen nicht Gassi gehen oder Ball spielen, wie mit dem Hund. Doch auch Kaninchen können sich langweilen. Vor allen Dingen dann, wenn tagein tagaus alles gleichbleibend ist. Wir gehen jetzt heute mal davon aus, dass deine mindestens zwei Kaninchen tiergerecht gehalten werden (also mit sehr viel Platz und der richtigen Ernährung). Und wenn du Lust hast, ab und zu den Alltag etwas aufzupeppen, habe ich heute ein paar Tipps für dich.

Do it yourself: fütter mal ander

Den meisten Kaninchen wird das Futter auf einem Teller oder in einem großen Napf vorgesetzt. In der Natur sitzen viele Kaninchen fast permanent auf einem gedeckten Futterteller, wenn man mal Wildkaninchen beobachtet. Wie wäre es, wenn deine Kaninchen die Karotte mal nicht vorgesetzt bekommen, sondern du Stücke von Gemüse, ebenso wie frische Kräuter und Blättriges im Gehege versteckst.

Kaninchen haben eine sehr gute Nase und das Suchen nach Leckereien macht ihnen ebenso viel Spaß, wie das bei anderen Tieren der Fall ist. Es bringt etwas Abwechslung in die sonst so alltägliche Fütterung.

Allerdings bringt es auch etwas mehr Arbeit mit sich. Denn du musst natürlich nach einiger Zeit prüfen, ob wirklich alles gefressen wurde. Das sollte man sowieso tun! Denn manche Kaninchen machen sich mit einem besonders schmackhaften Futter aus dem Staub und vertilgen es irgendwo. Bleiben frische Futterreste zu lange im Lebensraum liegen, besteht die Gefahr das sie schimmeln und das kann bei einem Verzehr zu gesundheitlichen Problemen des Tieres führen. Also bitte Futterreste immer entfernen.

do it yourself: leckereien-zapfen

Eine ganz liebe Kollegin hatte einen unglaublich tollen Tipp, wie man gerade in den Wintermonaten für etwas Abwechslung sorgen kann. Nämlich mit dem Befüllen von Tannenzapfen. Dazu braucht es nicht viel, außer natürliche, unbehandelte Zapfen (möglichst selbst gesammelt aus der Natur), ebenso wie Kokosfett, ein paar getrocknete Obststücke oder Beeren, ein paar Samen oder Kerne, ggf. auch ein paar getrocknete Kräuter und Blüten.

Zuerst wird etwas Kokosfett zwischen die Zapfen geschmiert. Nicht zu viel, da das die Verdauung strapazieren kann. Als nächstes drückst du die Obststücke und Beeren, ggf. auch ein paar Samen und Kerne dann in das Fett, zwischen die Zapfen. Außerdem kannst du auch zum Abschluss Trockenkräuter und oder Blüten aufdrücken. Und wer es den Kaninchen nicht einfach so ins Gehege legen mag, der kann einen frischen Stengel Möhrengrün nehmen und wickelt diesen in die unterste Reihe. Das Möhrengrün wird so zum Band, mit dem man den Zapfen an eine Stelle im Gehege aufhängt.

Natürlich haben die Kaninchen sehr schnell das Band durchbissen, der Zapfen liegt auf dem Boden und kann dann auseinandergenommen werden. Eine willkommene Abwechslung und wirklich mal was anderes.

DO IT YOURSELF: die futterschnur

Wenn du ein Paketband Zuhause hast, bietet sich das für eine Futterschnur an. Du bohrst dann einfach durch Karottenstücke, durch Apfelscheiben, Salat und co. ein Loch und ziehst die Schnur durch. Damit nun nicht alles direkt nebeneinander an der Schnur hängt, kannst du auch Knoten um jedes Futterstück machen und dann das nächste mit einer Entfernung an der Schnur befestigen. Am Ende wird diese Schnur durchs Gehege gespannt. Die Kaninchen müssen sich im besten Fall etwas strecken, um an das Futter zu kommen und es abzubeissen.

Futter erarbeiten mal anders.

Wer nach einer ähnlichen Variante sucht, kann auch in einen dickeren Ast hochkant mit entsprechendem Werkzeug und Schrauben auf einem größeren Brett befestigen. Der Ast wird nun durchbohrt und in die Löcher werden Zweige gesetzt, die von Kaninchen benagt werden können (z.B. Nussgehölze oder Zweige von Obstbäumen). Und an diese Zweige hängst du nun das Futter oder umwickelst diese mit frischen Wild-/Küchenkräutern und Gräsern. Ein solcher Futterbaum sollte jedoch nicht dauerhaft im Gehege verweilen, da er sonst nicht lange hält. Denn die nagefreudigen Kanichen werden sich auch ohne Behängung an ihm vergreifen und die Zweige kurz und klein nagen.

Und wo ist das keksrezept?

Ich werde immer mal wieder gefragt, ob ich nicht ein Keksrezept für Kaninchen habe. Backen fürs Kaninchen. Vielleicht wäre ich zu meiner Anfangszeit in der Kaninchenhaltung davon angetan gewesen und hätte mich direkt ans Backen gemacht. Mittlerweile sehe ich das Thema eher überflüssig. Sicherlich: Man kann Kaninchen hier und da durchaus mal eine Leckerei als Belohnung anbieten. Aber ich halte von Keksen fürs Kaninchen äußerst wenig. Selbst wenn die Zutaten gut gewählt sind, ist es einfach für mich viel sinnvoller auf frische Kost zu setzen, als auf Trockenes.

Und ich würde solche Belohnungen auch immer mit Beschäftigung verbinden. Kaninchen macht es so viel Spaß sich Futter zu erarbeiten, wie z.B. das Zerlegen eines Tannenzapfens (den es ja auch nicht täglich gibt, sondern vielleicht mal alle paar Wochen). Sie finden das Erarbeiten von bekanntem Futter von einem Futterbaum oder das Suchen danach in ihrem Gehege ebenso toll und aufregend.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Umsetzen und vielleicht hast du Lust mal zu berichten, wie es bei deinen Kaninchen ankam.

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

Wenn du dich angesprochen fühlst und diesen Beitrag gerne teilen möchten, ist das ausdrücklich erwünscht, jedoch bitte nur durch Verlinkung hierher. Herzlichen Dank!

PPS.

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

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