Muss Gutes immer teuer sein? Gibt es nichts günstiges, was man seinem Hund füttern könnte? Gerade im Social Media lese ich öfter noch Kommentare, dass man sich vernünftiges Futter leider nicht leisten könnte. Und nicht jeder möchte oder kann Barfen, was oft noch etwas günstiger sein könnte. Aber vielen ist gar nicht bewusst, dass es teilweise örtlich erreichbar Futter für den Hund gibt, das eine vernünftige Zusammensetzung besitzt und sogar bezahlbar ist.

Ich besuche immer mal wieder aus Recherche-Zwecken Zoofachgeschäfte in meinem Umkreis und mache mir ein persönliches Bild, gerade ob es Neues gibt. Und dabei bin ich auf ein paar Anbieter gestoßen, die den Geldbeutel schonen und dennoch ein gutes Gefühl beim Füttern hinterlassen. Eben weil die Hersteller bei der Zusammensetzung auf gewisse Faktoren achten. Für mich sind das ein gewisser Anteil an frischem Fleisch und Innereien, ebenso wie getreide- oder glutenfreie Rezepturen, keine Konservierungs- und Farbstoffe und kein Soja.

Ich habe bei meiner Recherche die 800 g Nassfutter-Dosen betrachtet und darauf beziehen sich die genannten Preise. Warum diese Packungsgröße? Ganz einfach: Meist sind die größeren Mengen günstiger als die 200 g oder 400 g Dosen. Und je nach Hundegröße kann man auch bei einem kleineren Hund durchaus zur größeren Verpackung greifen. Auch wenn man diese dann über mehrere Mahlzeiten und ggf. Tage verfüttern müsste, das klappt meist problemlos. Allerdings empfehle ich dabei den gesamten Doseninhalt nach dem Öffnen zu entnehmen und in ein sauberes Glas mit Schraubverschluss umzufüllen. So gibt das Metall der Dose keinen unangenehmen Geschmack an den Inhalt ab, sobald die Dose geöffnet ist und für einige Zeit im Kühlschrank steht. Und über 48 Std. lässt sich das Futter im Glas dann auch gut gekühlt lagern und verfüttern.

Es sind alles keine Bio-Produkte oder jene, bei denen man besonderes Augenmerk auf die Fleischherkunft legt. Denn da muss ich leider ganz klar sagen: Solche Produkte finden sich in diesem Preissegment eher nicht! Jene Tierhalter müssen einfach mit deutlich höheren Preisen rechnen.

UNTER ZWEI EURO

Im Futterhaus gibt es u.a. den Hersteller Lex. Lex Original und Lex Sensitiv liegen bei der 800 g Dose Nassfutter bei ca. 1,89 Euro. Die Zusammensetzung des Alleinfutters ist aus meiner Sicht ansprechend. Es hat einen recht hohen und gut beschriebenen Anteil an tierischen Komponenten. Die Serie Sensitiv ist für ernährungssensible Hunde gedacht und enthält nur eine tierische Proteinquelle neben weiteren leicht verdaulichen Zutaten. Das Sortiment ist mit verschiedenen Tierarten sehr breit gefächert.

Außerdem bietet das Futterhaus mit activa Friends ein Futter, das außerdem bei 1,89 Euro für die 800 g Dose liegt. Inhaltlich ist es ähnlich wie Lex, enthält jedoch eher eine Pastete.

Wer einen Blick in den örtlichen Raiffeisenmarkt riskiert, findet unter Umständen den Hersteller Tierliebe. Die Zusammensetzung ist im Großen und Ganzen okay. Was mich etwas stört ist das Zufügen einer doch größeren Menge an Füllstoffen (Magen, Lunge, …). Kombiniert man jedoch diesen Hersteller mit einem anderen, der mehr Fokus auf das einfach hochwertigere Muskelfleisch legt, passt es wieder. Auch hier kostet die 800 g Dose 1,89 Euro.

Online zu beziehen ist das Landfleisch von Dr. Alder, bei dem wir uns bei der 800 g Dose auch im Bereich von circa 1,89 Euro bewegen. Was mir persönlich nicht so gut gefällt ist der doch sehr hohe tierische Anteil von 90 %, der zudem auch nicht klar beschrieben ist, was alles neben Muskelfleisch enthalten ist. Fleischnebenprodukte können alles sein, nicht nur Innereien.

Ganz neu entdeckt habe ich daily choice. 1,58 Euro beim Kauf von 12 Dosen online. Allerdings gefallen mir nicht alle Sorten, die angeboten werden. Die Deklaration ist eher naja. Deswegen wurde von uns auch nur Rind und Huhn besorgt. Es wird angegeben, dass Fleisch und Innereien insgesamt auf 70% kommen. Aber bei der Sorte Huhn sind nur 30 % Huhn enthalten. Wovon der Rest stammt ist nicht bekannt. Und solche Infos mag ich nicht wirklich. Insbesondere bei Hunden mit einer Unverträglichkeit scheiden solche Zusammensetzungen aus.

BIS ZU DREI EURO

Im Bereich bis zu drei Euro gibt es weitere Hersteller, die man zum Teil sowohl im Futterhaus, als auch im Fressnapf und anderen größeren Zoofachgeschäften (oder online) findet. Ich empfehle den Einkauf dann, wenn es z.B. vom Zoofachgeschäft Rabattaktionen gibt oder aber die Hersteller selbst derartiges anbieten. Dabei lässt sich oft einiges an Geld sparen, wenn man direkt eine größere Menge bestellt. Vorausgesetzt natürlich man hat den Platz zum Lagern.

Macs von Propet gehört zu einem der Hersteller, die verschiedene Sorten anbieten und eine sehr gut lesbare Deklaration machen, was verarbeitet wird. Preislich liegt die 800 g Dose je nach Bezugsquelle bei circa 2,79 Euro. Wobei es hier auch auf die Sorte ankommt! Die Sensiv-Linie ist mit 2,99 Euro meist etwas teurer.

Auch GranataPet hat mit Lieblingsmahlzeit eine Serie im Programm, die man für circa 2,89 Euro in vielen örtlichen Zoofachgeschäften kaufen kann.

Auch ein gutes Futter, was hier sehr gerne gefressen wird ist Müllers Naturhof. Das gibt es meist im Discounter Netto, leider jedoch selten in der Packungsgröße 800 g. Wer jedoch online das Futter bestellen könnte, bekommt die 800 g Dose für circa 2,89 Euro.

Ich habe übrigens zu dieser Thematik eine Podcast-Episode für dich aufgesprochen, die du hier findest:

billiger geht immer

…die Frage ist jedoch ob dann die Zutaten noch akzeptabel sind. Und wer bei der Ernährung am falschen Ende spart, wird es vielleicht dann beim Tierarzt lassen, weil der Hund gewisse Symptome zeigt oder unter manch Krankheit leidet. Natürlich gibt es jene Hunde, die übertrieben gesagt zwanzig Jahre Fraß bekamen und stets gesund waren. So wie es Kettenraucher gibt, die weit über 90 Jahre alt werden. Ich erlebe jedoch leider durchaus eine Vielzahl an Patienten in meiner Praxis, die ohne gewisse Einflüsse über die Ernährung weniger Probleme hätten.

Bei der Fütterung von Alleinfutter bitte auch immer dran denken nicht nur auf einen Hersteller zu setzen. Am besten 3-4 Hersteller auswählen. So riskiert man weder einen Überschuss eines Nährstoffs, noch einen Mangel.

Schlussendlich muss man das aber wirklich immer für den eigenen Hund entscheiden, welchen Ernährungsweg man beschreitet. Fakt ist aber: Es gibt durchaus Alleinfutter in einem ordentlichen Segment, das man kaufen und verfüttern könnte. In diesem Sinne guten Appetit!

ergänzung

Kurz nachdem mein Blogartikel online ging und meine passende Podcast-Episode veröffentlicht war, traf mich beim Betreten des örtlichen Zoofachgeschäfts fast der Schlag: Preiserhöhung! Und zwar so saftig, dass leider einige der hier genannten Futtermittelhersteller nicht mehr für unter 2 Euro erhältlich sind. Mein „Protest“ im Markt brachte wenig. Die oberste Geschäftsführung des Konzerns hat berechtigte Gründe für den Preisanstieg von z.T. 50-70 Cent.

Was mache ich nun? Ich werde mich primär online umsehen müssen und dann bei Rabattaktionen zuschlagen. Diese gibts durchaus im örtlichen Laden, aber viel öfter findet man diese online. Gerade zu Halloween, dem „Black Cyber Friday“ oder Nikolaus, aber auch Ostern kann man manchmal bei großen Online-Portalen Schnäppchen schlagen. Deshalb Augen auf, beim Futterkauf! Es lohnt sich wirklich hier zu vergleichen, etwas Zeit zu investieren.

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

Wenn du dich angesprochen fühlst und diesen Beitrag gerne teilen möchten, ist das ausdrücklich erwünscht, jedoch bitte nur durch Verlinkung hierher. Herzlichen Dank!

PPS.

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

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