„Sabine, wenn ich dich besuchen würde und weiß, du lebst mit zwei Katzen zusammen – welche Blumen dürfte ich dir mitbringen?“ Diese Frage habe ich meiner geschätzten Kollegin Sabine Ruthenfranz im Podcast-Interview gestellt. Sabine musste nicht lange überlegen: „Bring mir lieber Schokolade mit und keine Blumen!“ Auch wenn Schokolade für Katzen auch nicht ohne ist, die Gefahr für Katzen schädliche Blumen im Strauß zu finden, ist leider höher.

Und was viele nicht wissen: Es sind unglaublich viele Blumen hochgradig giftig für Katzen. Deshalb macht man Katzenbesitzern viel eher ein Geschenk, in dem man entweder katzenfreundliche/-verträgliche Varianten mitbringt oder auf den Blumengruß verzichtet. Da jedoch diese Thematik bei vielen Katzenbesitzern trotz breiter Informationen im Netz noch nicht überall präsent ist, möchte ich das Thema Vergiftung bei Katzen durch Pflanzen heute aufgreifen.

ich bin schön, dufte herrlich und kann tödlich sein

Lilien standen regelmäßig im Wohnzimmer bzw. der Wohnung meiner Bekannten, in der auch zwei Katzen lebten. Und natürlich konnten die Katzen auch zur Vase mit den Blumen. Gefressen oder dran geknabbert wurde nicht. Doch das auch das Einatmen von Blütenpollen eine Gefahr darstellen kann, wusste meine Bekannte nicht. Wie auch immer. Die schöne Lilie ist eine der giftigsten Blumen, die unserer Katze begegnen kann. Bereits minimale Pflanzenteile, die die Katz oral aufnimmt, kann zum Tode führen. Einfach weil die Inhaltsstoffe zu so schweren Vergiftungen im Körper führen kann, dass die inneren Organe versagen.

Meine Bekannte wusste das nicht. Und damit tummelt sie sich sicher im Kreis vieler Tierhalter, denen die Gefahr des liebgemeinten Blumenstrauß nicht bewusst ist.

Im Blumenstrauß giftige Pflanzen sind neben vielen weiteren: Lilien, Chrysanthemen, Narzissen, Tulpen. Und auch jene Pflanzen, die wir häufig im Topf hegen und pflegen wie: Alpenveilchen, Amaryllis, Calla, Einblatt, Weihnachtsstern. Diese Auflistung ist keine Vollständigkeit. Es gibt – und das hat mich sehr überrascht und auch sprachlos gemacht – eine so unglaubliche Menge an für die Katze giftige Pflanzen, dass einem selbst schlecht wird.

ALLES NUR PANIKMACHEREI UND ÜBERTRIEBEN

Ja, könnte man meinen. Es kann auch tatsächlich gut gehen, dass die eigenen Haustiger nie an etwas rangehen, außer ans eigene Katzengras. Doch was wenn es ein erstes Mal gibt und was wenn das nicht gut aus geht? Im Falle meiner Bekannten kann es leider sein, dass durch die über Jahre ständig anwesenden Lilien eine schleichende Vergiftung stattfand, eben weil kleine Pollenmengen immer wieder eingeatmet wurden. Wir wissen, dass sich die Leber regenerieren kann und vielleicht schaffte es das Organ des Katers das zwischendrin immer wieder. Doch nun im Alter sind einige größere Baustellen da, die man sich nicht erklären kann. Und so stieß die Besitzerin hier durch Nachfrage des Tierarztes auf das Thema Vergiftung.

„Mein Freigänger kann ja auch an alles dran und vergiftet sich nicht.“ Das ist eine Aussage, die Katzenhalter oft lesen oder hören und die auch so stimmt. Freigänger „ticken“ anders. Sie haben einen viel abwechslungsreicheren Alltag, denn Draußen ist kein Tag wie der andere. Für die Wohnungskatzen kann jedoch der Alltag langweilig werden und dann kommen auch Katzen auf die dümmsten Ideen. Es muss nur eine Fliege oder Biene auf der Blume auf dem Esstisch landen, die sich durchs Fenster reinverirrt hat. Die Katz ist in Spiellaune und will dieses Insekt unbedingt fangen. Springt als auf den Esstisch und haut auf die Blume – vielleicht eine Lilie……

Vergiftungen können vielfältige Symptome zeigen und nicht immer sofort. Wichtig ist im Verdachtsfall sofort zum Tierarzt zu gehen, ggf. in die notdiensthabende Klinik. Hier sollte man in der Tat von eigenen erste-Hilfe-Überlegungen absehen, außer man könnte diese auf dem Weg zum Veterinärmediziner umsetzen. Denn bei einer Vergiftung zählt wirklich jede Minute.

PLASTIKOASE MUSS NICHT SEIN

Sabine Ruthenfranz hat für sich – als sie sich mit dem Thema intensiv befasste – entschieden, sie will keineswegs inmitten von Plastikpflanzen Zuhause sitzen. Sie möchte dennoch echte Pflanzen haben und begann mit einer intensiven Recherche. Daraus ist ihr Ratgeber Katzenpflanzen: geeignete Pflanzen finden, Giftpflanzen erkennen, Vergiftungen vermeiden entstanden. Ein wichtiger Ratgeber für jedes Katzenheim.

Und da ja auch viele Menschen mittlerweile den Balkon katzensicher und pflanzenreich gestalten möchten, gab es ein Folgebuch und zwar Katzenbalkon: Für Katzen geeignete Pflanzen finden. Sabine beschreibt in beiden Büchern wirklich alles leicht verständlich und ohne Panikmache und zeigt unendlich viele Möglichkeiten auf, wie man sich eine natürliche Oase auch mit Katze schaffen kann. Zusätzlich gibt es einen Online-Kurs von ihr, in dem sie ihr Wissen einzelhaft nochmal als Dozentin mit den interessierten Teilnehmern teilt. So geht man schlussendlich mit gutem Gewissen und fundiertem Wissen ins eigene Heim und kann mit dem Ausmisten und Einkaufen sowie Einrichten beginnen.

das interview mit sabine ruthenfranz

Wenn du nun Lust hast in unseren Talk reinzuhören, findest du die Episode in meinem Podcast Tiersprechstunde, überall wo es Podcasts gibt oder durch Klick auf das nachfolgende Bild.

Ich wünsche dir viel Freude beim Zuhören und Dazulernen.

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

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Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

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