Hand aufs Herz! Wie oft hast du schon versucht deine Katze davon zu überzeugen, ein anderes Futter zu probieren, wenigstens mal davon zu kosten? Und wie oft hat die Miez dich hungernd und bis ins Bodenlose schockiert angesehen, ob du noch ganz bei Trost bist ihr so einen Fraß vorzusetzen, ehe sie den Raum verließ? Natürlich ohne auch nur einen Bissen zu nehmen….

Katzen können einen in den Wahnsinn treiben, wenn es um das Thema Fütterung, speziell um einen Futterwechsel geht. Und der kann manchmal notwendig sein. Häufig sind es Katzen, die man aufgenommen hat und die bislang eher Fraß, als Good Food zu sich nehmen. Manchmal gibt jedoch die Gesundheit der geliebten Samtpfote den Wechsel vor. Wir können die Verweigerung der Katze auf ihre Neophobie schieben, Neues erstmal kategorisch abzulehnen. Doch wusstest du, dass viele Tierhalter das ablehnende Verhalten leider unbewusst fördern.

Vor einiger Zeit hatte ich wieder eine Katzenhalterin in der Online-Beratung, die auf die Frage, welche Hersteller und Sorten ihre Katze bekommen würde, folgendes antwortete: „Es gibt Hersteller x und davon die Sorte y. Was anderes gibt es nicht, da es die Katze zu sehr durcheinander bringen würde und nicht gut für die Verdauung sei.“ Ich bin glücklich, dass man meine Gesichtsausdrücke nicht sieht, wenn eine Online-Beratung bei mir eintrudelt. Denn hier entgleiste mir mal wieder alles. Woher stammt nur so eine Fehlinformation???

KENN ICH NICHT, FRESS ICH NICHT!

Fakt ist: Wenn wir Katzen direkt von kleinauf auf einen Hersteller und vielleicht eine Sorte triggern, ja dann holen wir uns das Problem selbst ins Haus. Denn auch wenn die Katze neophobistische Züge hat (die eine ausgeprägter als die andere), kann man Katzen durchaus dazu bekommen mehr als nur eine Tierart und einen Hersteller zu sich zu nehmen. Es hängt aber von uns selbst ab und davon, wann wir wie die Futtervielfalt starten.

Oft wird auch ein Bohei um ein neues Futter gemacht. Wir sind nervös. Innerlich aufgeregt. Ob die Katz das wohl frisst? „Oh guck mal was für ein feines Fressi Fressi.“ Würde ich meiner Tochter ein Medikament in dieser Form und mit diesem Stresslevel anbieten, denkst du sie würde den Braten nicht meilenweit gegen den Wind riechen? Unsere Katzen sind nicht doof. Je mehr wir ein Zenober um etwas machen, je mehr Adrenalin wir innerlich ausschütten, weil wir hoffen es geht gut, umso kritischer die Miez.

Es ist wesentlich sinnvoller mal ausversehen einen Klacks neues Futter auf den Boden fallen zu lassen. Und dann, als hätte man nichts bemerkt, den Raum zu verlassen, während die Katze daneben steht und sich diebisch freut, dass da was Neues ist, was man mal erkunden könnte…. Selbst wenn sie nicht dranschleckt, nur dran riecht, ist das fürs Erste auch mal okay. Und dann kann man weiter machen. Nicht direkt, sondern etwas später, zum Beispiel wenn die nächste Fütterung ansteht.

UNENDLICH VIELE TRICKS, doch nur eine katze

Das Blöde ist halt, dass es zwar ewig viele Tricks gibt, aber die Katze dann doch recht individuell reagiert. Und je nach „Tiger“, mit dem man sein Leben teilt, muss man also auch eine individuelle Strategie planen. Bevor man Futter einkauft heißt das erst einmal ein paar Hausaufgaben erledigen. Und die sehen so aus, dass man sich intensiv mit den Futtervorlieben der Katz beschäftigt. Welche Sorten mag sie? Was kommt gar nicht gut an? Welche Hersteller findet sie gut und welche gar nicht? Hat sie irgendwelche Gesundheitsprobleme, die man berücksichtigen müsste?

Erst wenn die Grundlagen notiert sind, geht es an die Futterwahl. Welche Hersteller bieten eine möglichst umfassende Zusammensetzung, aus der man erkennen könnte, ob die Katze den Inhalt gut finden könnte? Gibt es das Futter im nächsten Zoofachgeschäft und wenn ja, in welcher Packungsgröße? Am besten besorgt man erstmal von 2-3 Herstellern die kleinste Packungsgröße, auch wenn diese im Vergleich zu den 200-400 g Packungen teurer ist. Aber was, wenn die Katz die normale Packungseinheit gar nicht mag? Man würde zu viel wegwerfen. Ergo klein anfangen.

Und dann ist auch erst einmal das neue Futter eine Zwischenmahlzeit oder Belohnung. Man spielt mit der Katze, clickert zum Beispiel eine Runde und statt der normalen Belohnung gibts einen Teelöffel des neuen Futters, ggf. mit etwas lauwarmen Wasser übergossen. Wärme intensiviert den Geruch. Kann die Katze das Futter „gut“ riechen, wird sie es auch eher kosten.

Keinesfalls sollte man bekanntes und neues Futter mischen! Hier ist die Gefahr sehr groß, dass das bekannte Futter nicht mehr angerührt wird – und dann? Das Problem möchte man sich nicht ins Haus holen. Denn eine Null-Diät kann für eine Katze fatale Folgen haben! Katzen dürfen nicht lange hungern. Deshalb sollte man auch nie das „Friss oder stirb“ Prinzip anwenden, wenn es um neues Futter geht. Der empfindliche Stoffwechsel der Katze kann leider bei sehr langer Hungerphase zur hepatischen Lipidose, einer Lebererkrankung führen.

GEDULD!

Ein Futterwechsel ist oft nichts, das über Nacht klappt. Man benötigt als Katzenpersonal sehr viel Geduld. Und genau daran scheitern die meisten Umstellungsversuche. Der Mensch bricht ab! Statt dran zu bleiben und die Strategie zu verändern, ggf. nach einer kleinen Pause nochmal neu zu starten, wirft man alles hin und sagt: Geht halt mit meiner Katze nicht! Somit bleibt es bei der bisherigen suboptimalen Fütterung. Was aber, wenn dann eine Erkrankung klare Signale setzt, dass spätestens jetzt ein Futterwechsel wichtig wäre?

Ich finde, dass man gerade dann noch mehr unter Druck gesetzt wird. Warum also so lange warten? Das Thema Futterwechsel ist eine Königsdisziplin. Bei den wenigsten Katzen klappt es direkt. Das heißt du sitzt im Boot mit sehr vielen anderen Tierhaltern, die diese Thematik gut kennen (auch wenn die wenigsten das zugeben).

Ich kann dir dazu folgenden Tipp geben:

Suche dir ggf. Mitstreiter, die das Thema mit angehen wollen. Gemeinsam motiviert es sich leichter. Wenn du niemanden kennst, der mitmachen möchte, du aber auch nicht sicher bist, welche Ernährungsform (ob ein anderes Fertigfutter oder doch BARF oder selbstkochen) geeignet wäre, nimm eine für Katzen ausgebildete Tierernährungsberatung ins Boot. Und wenn du richtig viel Lust hast selbst Tricks und Kniffe zu lernen, weil du es alleinig angehen magst, aber begleitet von tollen Lehrern, dann bist du im Online-Kurs „Gesundes Futter für die Katz – so klappt´s“ richtig. Klick einfach auf das nachfolgende Bild, um zu den Kursdetails zu kommen.

Der Kurs wird dir nicht die Arbeit abnehmen. Aber er wird dich motivieren und dabei unterstützen, dass du die individuelle Strategie für deine Katze und dich ausarbeitest. Du lernst worauf es ankommt und bekommst unglaublich viele Tricks an die Hand, die du dann in der Praxis umsetzen kannst. Dabei wirst du von drei Dozentinnen begleitet, die dir bei Fragen zur Seite stehen, aber auch mit ganz viel positiver Motivation.

GESUNDES FUTTER FÜR DIE KATZ

Klar kann eine Katze mit schlechtem Futter auch 20 Jahre alt werden und dabei kerngesund sein. Ich lese von solchen Fällen immer mal wieder. Doch der Großteil, den Tierärzte und auch wir Tierheilpraktiker | Tierernährungsberater zu Gesicht bekommen, ist leider krank. Natürlich kann man nicht mit 100% Sicherheit sagen, dass dies von Futter x oder y kam. Doch je eher ich mich an den ernährungsphysiologischen Anforderungen orientiere, die die Katzenernährung nun mal mit sich bringt, umso besser ist das für die Gesundheit meiner Miez.

Katzen sind keine kleinen Hunde, sondern bringen einen besonderen Stoffwechsel mit. Und wenn wir diesen verstehen und darauf richtig eingehen, können wir in jedem Fall etwas zur Gesunderhaltung beitragen.

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

Wenn du dich angesprochen fühlst und diesen Beitrag gerne teilen möchten, ist das ausdrücklich erwünscht, jedoch bitte nur durch Verlinkung hierher. Herzlichen Dank!

PPS.

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

Online-Beratung - Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

ONLINE-BERATUNG

Wo du auch wohnst, ich helfe deinem Tier und dir gerne durch meine langjährigen Erfahrung als Tierheilpraktikerin und Tierernährungsberaterin mit meiner Online-Beratung.

Animal Visite - Sonja Tschöpe - Tierheilpraktikerin

Folge mir

Facebook   Instagram   Pinterest   Youtube   Twitter

Newsletter

© 2020 - 2021 Sonja Tschöpe • Alle Rechte vorbehalten • Impressum | Datenschutz | Website Disclaimer