Ertappst du dich manchmal dabei, dass du zwar Zeit hast und dir vielleicht auch für dein Tier nimmst, aber in dieser „Tierzeit“ ist das Smartphone in der Hand (noch eben schnell die Timeline checken) oder du telefonierst mit einer Freundin oder aber überlegst, was du kochen könntest? So geht es nicht nur dir – willkommen im Club. Ich denke dieses Phänomen zu denken, man hat doch genügend Zeit mit dem Tier verbracht, macht aber parallel was anderes, kommt in fast jedem Haushalt vor. Und wenn wir dann am Scheideweg stehen, taucht bei vielen die ätzende Stimme auf, die da sagt „Na? Wie viel Zeit hast du denn wirklich mit deinem Tier verbracht?“

OMM – NUR DU UND DEIN TIER

Gerade wenn ich als Tierheilpraktiker beim Sterben begleite oder wir das Tier gerade verabschieden mussten, wird im Gespräch meist ein Satz gesagt: „Wir hatten nicht genug Zeit.“ Manchmal kommen auch leise Töne wie: „Ich hab mir nicht wirklich Zeit genommen.“ Ich kenne genau dieses Gefühl zu gut. Mir ging es selbst so, wenn ich Abschiednehmen musste oder vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Mein Kaninchen starb plötzlich, ich fand den leblosen Körper und konnte es nicht fassen. Und weil ich es leid war, dass ich mich danach jedes Mal mit diesen Vorwürfen konfrontiert sah, brachte ich diese kleine fiese Stimme auf meiner Schulter zum Schweigen. Du möchtest wissen, wie das klappen kann? Eigentlich ist es ein ganz einfacher Trick und doch auch nicht. Denn an der Umsetzung muss man gut arbeiten.

Wichtig ist nämlich dabei, sich wirklich Zeit zu nehmen! Und in dieser Zeit sollte dann auch alles andere ausgeblendet werden. Meditieren kann man es auch nennen. Ich für mich nenne es achtsame Zeit mit Tier. In dieser Zeit sollte alles Störende ausgeschaltet sein. Klingt easy, aber ist es nicht. Zumindest ich habe mir damit unheimlich schwergetan. Ich bin ein Workaholic. Wenn ich mal „rumsitze“, dann rattert mein Kopf und überlegt, was vielleicht mal ein interessanter Podcast-/ Blogartikel sein könnte. Und deshalb gehört für mich da durchaus einiges an Übung zu.

Im Winter 2019 habe ich auf meiner Schulplattform Tierisches-Wissen einen kleinen Schnupper-Kurs herausgegeben, für die Besitzer älterer Hunde. Im Rahmen dessen gab es für die Teilnehmer auch eine Videoübung, die sehr gut ankam. Ich habe sie deshalb auch für meinen YouTube Kanal erstellt. Meine Katze Mischu leistet mir in dem Video Gesellschaft. Du kannst dir vielleicht durch das Video etwas einfacher vorstellen, wie ich diese Achtsamkeits-Übungen Zuhause umsetze. Dann natürlich ohne dabei gefilmt zu werden…

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ÜBUNG MACHT DEN MEISTER

Setz dich nicht zu sehr unter Druck. Fang in deinem Tempo an. Und wenn du es am Anfang nur für eine halbe Minute schaffst, störende Gedanken und alles, was dich ablenkt auszuschalten – ja dann ist das halt so. Wichtig ist aber sich dann just in dem Moment zu sagen: Stop, bitte jetzt nicht. Deshalb habe ich mich am Anfang gedanklich immer in einen leeren Raum gesetzt. Ganz weiß, ohne Möbel. Und wenn wieder ein Gedanke kam, habe ich gedanklich die Tür geöffnet und ihn hinausbefördert. Irgendwann funktionierte es, dass ich wenige Minuten ungestört war.

Doch wo ist das Tier nun dabei? Das fragst du dich vielleicht. Naja direkt bei mir. Denn wenn ich mir diese achtsamen Momente gönne, war zu ihren Lebzeiten entweder meine Katze Mischu in meiner Nähe und nun mein Hund Pipo. Meine Hand ruht dann meist im Fell des Tieres und streichelt es sanft. Ich bin voll und ganz dann nur bei meinem Tierfreund in einem achtsamen Moment. Ganz nebenbei tue ich aber auch etwas für mich und meine Gesundheit. Denn das bewusste Atmen beim Meditieren sorgt für innere Ruhe und Entspannung. Eine kleine Auszeit. Eine kleine Insel, auf der es just in diesem Moment nur mich und mein Tier gibt.

meine passende podcast-episode

Wenn ich Hibbelhuhn es hinbekomme, ruhige, stille, achtsame Momente mit meinem Tier zu erleben, dann schaffst du es mit etwas Übung auch. Versuch es einmal. Wie heißt es so schön: Übung macht den Meister! Ich glaube an dich.

Alles Liebe für dich und dein Tier!

So gehts

PS.

Wenn du dich angesprochen fühlst und diesen Beitrag gerne teilen möchten, ist das ausdrücklich erwünscht, jedoch bitte nur durch Verlinkung hierher. Herzlichen Dank!

PPS.

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

HINWEIS

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe - TIERHEILPRAKTIKERIN | TIERERNÄHRUNGSBERATERIN

DIE AUTORIN

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin & Ernährungsberaterin für Hunde, Katzen und Kaninchen. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit über 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin – ihre Patienten bekommen lediglich das verordnet, was wirklich notwendig ist. Und nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, sagt sie das. Mit ihrer Familie und Hund Pipo lebt sie in einem Mehrgenerationenhaus bei Düsseldorf. Im Herzen trägt sie ihre am 20.08.20 verstorbene Katze Mischu sowie 15 unvergessene Kaninchen.

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