BACHBLÜTEN FÜR TIERE

Helfer bei Gemütsproblemen

Ganz sicherlich bist du über den Begriff Bachblüten für Tiere mindestens schon einmal „gestolpert“. Vielleicht warst du so irritiert wie ich, als ich 2004 darüber grübelte, was das wohl für Blüten vom Bach sind. Ja, ich habe mir damals wirklich einen netten Bachlauf vorgestellt, an dessen Seiten Blüten wachsen…. Und ja, ich war skeptisch. Ich finde auch eine gewisse skeptische Einstellung sehr sehr wertvoll. Ich lasse mich jedoch auch gerne überzeugen und das selten nur mit Worten, sondern ich möchte Ergebnisse sehen. Also habe ich 2004 trotz Zweifel meiner Kaninchenbekannten Nadine vertraut, als sie für meine Kaninchengruppe Krümel, Lucy, Paula und Gonzo eine Bachblütenmischung empfahl. Denn die vier waren sich absolut nicht „grün“. Die Jungs gingen ja. Doch wie es bei Mädels so ist, die beiden Damen zickten gewaltig, insbesondere Paula machte es Lucy schwer. Die örtliche Apotheke stellte die Empfehlung zusammen und dann ging es Zuhause los. Alle Kaninchen bekamen mehrfach täglich ein paar Tropfen über eine Leckerei. Kritisch betrachtete ich alles, frei nach dem Motto:  Was tut man nicht alles für den Seelenfrieden der Kaninchen.

WIE MICH BACHBLÜTEN ÜBERZEUGTEN

Der Knoten platzte bei den beiden Kaninchenzicken ungefähr 7 Tage nach Beginn der Gaben. Ich hatte schon 1-2 Tage vorher bemerkt, dass es allgemein etwas ruhiger geworden ist. Ich traute dem Braten aber nicht. Einfach weil ich so unglaublich kritisch war. Das hätte ja auch nur Zufall sein können oder aber besagter Placebo-Effekt. Bei Tieren soll nämlich Placebo by Proxy eintreten. Der Halter (in dem Fall ich) strahlt dieses Positive so auf seine Tiere aus, dass sich diese ganz automatisch verändern würden. Wäre ich von der Therapieform überzeugt gewesen, hätte ich es diesem Placebo ja zuschieben können. War ich aber nicht. Ich war skeptisch und kritisch und ging mit einer negativen Grundeinstellung an die Sache ran, dass das sowieso nicht klappen kann.

Doch dann kam diese Situation, dass alle 4 Kaninchen direkt aneinander gekuschelt lagen und ruhten. Das hatte es zuvor in all den Wochen noch nie gegeben. Auch das Fressen war kein Theater mehr. Statt Lucy zu verjagen, durfte sie mit am Napf sitzen und futtern und musste nicht immer warten, bis alle anderen fertig waren. Ich war sprachlos. Wie von Nadine empfohlen, machte ich noch einige Zeit mit der Gabe weiter. Die Ruhe unter den Kaninchen blieb. Ich atmete auf.

Allerdings gab es für uns kein Happy-end. Lucy wurde schwerkrank und musste separiert werden. Ich habe es danach aufgrund ihrer chronischen Erkrankung unterlassen, sie noch einmal einer Gruppenzusammenführung auszusetzen. Sie bekam ihren Krümel zurück als Partner und beide lebten nun im Nachbargehege von Paula und Gonzo.

WER HEILT HAT RECHT!

Mich haben Bachblüten 2004 überzeugt und ich habe mich im Anschluss an diese Erfahrung darauf eingelassen, mehr über diese Therapieform zu erfahren. Ich besuchte Vorträge, las Bücher und bekam im Rahmen meiner Ausbildung bei Beate Seebauer dann auch sehr viele Grundlagen in der Arbeit mit Bachblüten bei Tieren vermittelt. Denn zur damaligen Zeit gab es primär Informationen zur Anwendung beim Menschen, weniger für Tiere.

Die ersten Patienten hoppelten in meine Praxis (ja, es waren überwiegend Kaninchen) und ich konzentrierte mich zu Beginn meiner Tätigkeit als Tierheilpraktikerin auf die Anwendung von Bachblüten bei Gemütsproblemen. Nicht immer gab es ein Happy-end. Oh ja, ich bin so ehrlich auch das zu sagen. Denn wer der Ansicht ist, er könnte zwei völlig unpassende Charaktere von Tieren mithilfe von Bachblüten zu einem sich abgöttisch liebenden Dream-Team machen, der irrt. Das erkläre ich seit vielen Jahren auch immer wieder im Rahmen meiner Ausbildungsgruppen: „Stell dir einmal vor, du musst mit der meist gehassten Person in ein Einraumzimmer ziehen. Ihr beide bekommt Bachblüten. Denkst du allen Ernstes, dass ihr nach 10-28 Tagen ein sehr inniges Liebespärchen wärt?“ Vielleicht gibt es einen kleinen prozentualen Anteil, dass das passiert. Frei nach dem Motto „was sich liebt, das neckt sich.“Der Großteil wird am Ende aber noch viel weiter auseinander sein, als vorher.

In vielen Bachblüten-Empfehlungen gab es jedoch dank der Gaben so große Fortschritte, dass diese nach maximal 21-28 Tagen abgesetzt werden konnten. Länger lasse ich Bachblüten nicht geben. Sie sind keine Therapie die eine Dauermedikation erfordert. Denn wurden in einer vernünftigen Anamnese die richtigen Bachblüten für das Tier gefunden und empfohlen, sollte sich in den ersten 7-10 Tagen bereits ein Erfolg zeigen. Entweder macht man dann mit der Mischung weiter oder aber man überprüft die Blütenkonstellation. In letzterem Fall gibt es dann eine angepasste Mischung bis zum 21. Gabentag. Dann wird nochmal besprochen, wie und ob es weitergehen sollte.

WAS MICH UNHEIMLICH WÜTEND MACHT

Der Begründer der Therapieform, Dr. Edward Bach, war ein ausgebildeter englischer Arzt, der durchaus ein gewisses Ansehen in der Ärzteschaft genoss. Vermutlich bis er irgendwann das Handtuch warf und sich nur noch seiner alternativen Therapiemethode widmete. Die Spielchen, die Kritiker der Alternativmedizin sich heute leisten, hat er zu seinen Lebzeiten in anderer Form erleben müssen. Heutzutage ist es Humbug, Placebo by proxy oder sonstiges. Was da bei den Erfolgsfällen wirkte, ist für die Kritiker pure Einbildung. Man sollte bei Äußerungen im Social Media mittlerweile mehr als vorsichtig sein, um nicht als geistig umnachteter Tierspinner angefeindet und in ellenlange, fruchtlose Grundsatzdiskussionen verwickelt zu werden. Ein Trauerspiel. Und genau das macht mich unglaublich wütend! Wie sagte Paracelsus (doch was hat der zu sagen, der war ja auch so ein Alternativ-Spinner *ironie-off*): Wer heilt hat Recht!

Statt dass man sich also gemeinsam freut, dass (egal was es nun war) in einem schwierigen und für Menschen hoffnungslosen Fall geholfen hat, muss man sich rechtfertigen. Respekt und Wertschätzung? Braucht man heutzutage nicht mehr. Ebensowenig wie die Alternativmedizin….

Bewundernswert, dass Edward Bach nicht aufgab, sondern einen Antrieb erhielt weiterzugehen. Denn auch er hat genau wie Samuel Hahnemann damals schon diese Diskussion erlebt.

Zeit seines leider nicht allzu langen Lebens hat er 38 Bachblüten geschaffen. Er wollte, dass diese Therapieform so einfach zu verstehen ist, dass wirklich jeder Mensch sie mit etwas Anlesen in die Praxis umsetzen kann. Damit er sich selbst behandeln kann oder aber – das möchte ich ergänzen – sein Haustier/seine Haustiere.

SELBST MIT BACHBLÜTEN ARBEITEN

Jeder Mensch kann mit etwas Grips im Köpfchen lernen, mit Bachblüten zu arbeiten. Wenn Du es für den eigenen Gebrauch bei Deinem Tier umsetzen möchtest, kann ich Dir die Bücher von Edward Bach selbst empfehlen. Sie sind zwar nicht mehr ganz „taufrisch“, aber zeigen sehr schön auf, wie wichtig diese Therapieform für ihn war:

z.B. Heile Dich selbst: Die 38 Bachblüten

Außerdem ein sehr schönes Werk ist die Biografie, die Nora Weeks (seine Assistentin) verfasst hat:

Edward Bach: Entdecker der Blütentherapie. Sein Leben – seine Erkenntnisse

In Sachen Bachblüten für Tiere gibt es folgende beide Werke, die ich sehr hilfreich finde:

Bach-Blütentherapie in der Tiermedizin

Mit Bach-Blüten unsere Haustiere heilen: Ein praktischer und liebevoller Ratgeber

Du möchtest meine Ausbildung besuchen, um selbst mit Bachblüten arbeiten zu können? Dann sieh Dir das folgende Video an:

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Was du jedoch zwangsläufig wissen solltest wenn Du Bachblüten für Tiere anwenden magst ist, dass Kenntnisse in Sachen Tierverhalten zwingend erforderlich sind. Wenn du dich mit der Tierart, die du behandeln möchtest nicht auskennst, nicht weißt, was zum natürlichen Verhalten gehört und was ggf. ein Gemütsproblem ist, wird deine Anwendung nicht von Erfolg gekrönt sein. Außerdem sollte im Vorfeld ganz klar ausgeschlossen sein, dass das Problem von einer körperlichen Erkrankung her stammt.

Auch wenn Edward Bach einen sehr engen Zusammenhang sah, zwischen Erkrankungen der Psyche und des Körpers und umgekehrt, sollten körperliche Beschwerden vorranging mit dem behandelnden Tierarzt und ggf. mit einem Tierheilpraktiker angegangen werden. Bachblüten ersetzen niemals einen Tierarzt!

WENN BELLO BELLT UND MIEZ MAUNZT - BACHBLÜTEN FÜR TIERE

Die behandelbaren Tierfälle sind sehr vielschichtig. Da wäre der angstgeprägte Aggressiv-Hund, der bei Kontakt zu fremden Hunden völlig durchdreht. Die Katzentruppe, die durch den Einzug eines Neulings nur noch auf Angriff aus sind. Das Kaninchen, das beim kleinsten Geräusch panisch im Häuschen verschwindet und sich erstmal nicht mehr blicken lässt. Der Hund, der durch ein unschönes Erlebnis (Silvester?) beim leisesten Knall extrem erschreckt. Die trauernde Katze, die über den Verlust eines Menschen oder des Tierfreundes nicht hinwegkommt. Der Hund in der Hundeschule, der sich nicht konzentrieren kann und Erlerntes durch Ablenkung ratzfatz vergisst.

Ich könnte noch unendlich viele Beispiele aufzählen, zu Fällen, die ich in meiner Praxis in mehr als 10 Jahren erlebt habe. Und ich bin dankbar, dass ich Menschen und ihren Tieren dabei helfen konnte, ein entspannteres Miteinander zu finden.

MEIN PODCAST ZUM THEMA

Meine Bitte an dich: Sei und bleib offen!!! Behalte durchaus eine kritische Stimme und sei skeptisch. Aber bleib stets offen für Neues! Und wenn du von Bachblüten nichts hältst, dann erlaube es doch anderen einen Versuch darin zu starten. Jeder soll die für ihn passende Therapie wählen.

Wenn ich Dein Tier unterstützen soll, nimm mit mir Kontakt auf, z.B. über mein Kontaktformular. Alternativ biete ich Dir an, wenn Du mir Deine PLZ und Deinen Wohnort verrätst, einmal in meinem Netzwerk nachzusehen, wo sich in Deiner näheren Umgebung ein/e kompetente/r Tierheilpraktiker-Kollege/in versteckt hat. Letzteres natürlich kostenfrei und unverbindlich.

 

Ich wünsche Dir eine gesunde Zeit mit Deinem Tier!
Von Herzen alles Liebe für Dich und Dein Tier.

 

 

DIE AUTORIN

 

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin (für Hund, Katze und Kaninchen) mit mobiler Praxis. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit mehr als 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin, das heißt ihre Patienten bekommen nur soviel verordnet wie zwingend notwendig ist und das nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, gibt sie dies direkt kund. Mit ihrer Familie und der Katzenseniorin Mischu lebt sie in der Nähe von Düsseldorf.

 

P.S.

 

Wenn Du dich angesprochen fühlst und diesen Beitrag gerne teilen möchten, ist das ausdrücklich erwünscht, jedoch bitte nur durch Verlinkung hierher. Herzlichen Dank!

 

P.P.S.

 

Ich duze meine Leser und hoffe, dass ist für Dich / Sie in Ordnung. Im persönlichen Gespräch können wir uns natürlich siezen.

 

Hinweis

 

Ich muss darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe – Tierheilpraktikerin

Prälat-Marschall-Str. 18
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Telefon: +49 2104 211 88 80

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