ABSCHIEDNEHMEN VOM GELIEBTEN WESEN

Jedem Sonnenuntergang folgt ein neuer Sonnenaufgang

Abschiednehmen

Abschiednehmen ist Dir sicher mehr als nur ein Begriff. Du kennst sicherlich das Gefühl zu gut, wenn sich diese Angst hinaufschleicht und einem die Luft zum Atmen nimmt. Wenn man sich wie gelähmt fühlt. Sich fragt: „Wann wache ich aus diesem schlechten Traum endlich auf?“ Es ist kein Traum. Es ist niederschmetternde Realität. Ein Dir enger Verbündeter – Dein geliebtes Tier oder ein geliebter Mensch – werden sterben.

 

Vielleicht war es absehbar? Vielleicht konntest Du Dich darauf vorbereiten?

 

Lass uns mal ganz ehrlich sein: Kann man sich wirklich vorbereiten? Ist man dann wirklich tougher, entspannter, gechillter, wenn man eine solche Nachricht überreicht bekommt? Nein! Nach heutigem Gesichtspunkt muss ich Dir leider sagen, dass ich das nicht mehr glaube. Und ich bin das beste Beispiel dafür.
Ich habe mich 20 Jahre mit dem Sterben auseinandergesetzt. Habe unendlich viele Bücher gelesen, Kurse besucht, Vorträgen gelauscht. Ich habe meine eigenen Tiere begleitet. Ich durfte Tierpatienten und ihre Menschen begleiten. Ich habe Familienangehörige verabschiedet. Ich halte Vorträge dazu, gebe Kurse und durfte dazu für das Haustiermagazin Hundkatzemaus auf VOX vor einigen Jahren einen Beitrag mit Diana Eichhorn drehen (Thema: Sterbebegleitung beim Haustier, klick mich für den TV-Beitrag). Ja, die Sterbebegleitung von Tieren ist mein Herzensthema – absolut!

 

Ich weiß, dass es nach dem Tod weitergeht. Ich bin davon felsenfest überzeugt. Ich glaube auch nicht, dass das Schlimmste das Sterben oder der Tod ist. Das Schlimme ist die Tatsache einer Diagnose und diese bittere Pille zu schlucken. Sich darüber im Klaren zu werden, dass das Leben manchmal am seidenen Faden hängt. Sich bewusst zu werden, welche Optionen es ggf. noch gibt. Diese zuzulassen oder aber für sich abzulehnen. Genau das ist das Problem! Genau das bringt diese Ohnmacht und den Schmerz.

 

WENN DER TOD DIE HEILUNG IST

 

Wir stürzen just in dem Moment in die Tiefe, wenn die Diagnose fällt. Wenn es keine Heilung mehr gibt. Wenn nur noch der Tod die Heilung ist.
Genau in dem Moment, wenn sich der erste Sturm in Deinen Gedanken gelegt hat, wenn die Tränen langsam nachlassen und die erste Ruhe einkehrt, stellt sich langsam das Begreifen ein. Mit ihm kommt meist eine sehr laute Stimme, die davon spricht, dass wir dem Leben zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Dass wir wie die Lemminge unserer Arbeit nachgehen, Geld verdienen müssen, um Rechnungen zu bezahlen. Das ein kleiner Schnupfen nicht die Welt bedeutet und wir dennoch funktionieren müssen. Wir wissen, dass wir jeden Tag altern und dem Tod ein stückweit näher kommen. Nicht nur wir, auch all jene die wir lieben. Wir wissen all das!

 

Und dennoch verbringen wir zu wenig Zeit mit dem was wir lieben und mit denen, die wir lieben. Wir verschieben es auf Morgen. Aber was, wenn es kein Morgen mehr gibt? Oder wenn das Morgen nur noch sehr begrenzt ist? Leben hat kein garantiertes Mindesthaltbarkeitsdatum, wie ein Lebensmittel. Einerseits gut so. Andererseits würden wir mit so einem Wissen vielleicht eher „lebe das Leben“ betreiben.

 

 

QUALITY TIME

 

Wenn man seiner tierischen Berufung folgt und so wie ich mit Herzblut für seine Tierpatienten da ist, vergisst man leicht sich Zeit zu nehmen. Zeit für die eigenen Tiere. Zeit für die eigene Familie. Ja sogar Zeit für sich selbst. Denn es macht Spaß und Freude, für die anderen Menschen und ihre Tiere da zu sein. Doch genau das ist das Problem. Arbeit darf Spaß machen. Dennoch dürfen wir trotzdem das Leben und unsere Lieben nicht vergessen. Wir dürfen nicht übersehen uns mindestens einmal täglich etwas mit voller Aufmerksamkeit zu widmen. Sei es gemeinsam mit der Tochter ein Bild zu malen oder aber zum Spielplatz zu gehen. Sei es unsere Katze zu streicheln, ohne die Gedanken schon wieder woanders zu haben. Sei es den geliebten Partner zu umarmen und diesem zu sagen, wie sehr man diesen liebt. Das alles muss nicht unendlich lang sein. Aber es sollte ohne Hast passieren, ohne Smartphone, ohne den Gedanken an den nächsten Einkauf oder Tagesablauf. Lebe den Moment. Sei in bewusster Aufmerksamkeit.

 

DIE BITTERE PILLE SCHLUCKEN

 

Genau diese bewussten Augenblicke sind es, die Kraft geben und welche die mahnende Stimme zum Schweigen bringt, man habe nicht genug Zeit intensiv genutzt. Wie aber sollst Du nun diese bittere Pille schlucken? Gibt es einen Weg der das ganze leichter, ja erträglicher macht? Ich möchte Dir heute zwei Wege vorstellen, die ich derzeit beherzige.

 

Weg 1: Bachblüten

 

Für mich war die Blüte Honeysuckle schon immer etwas Besonderes. In jedem Vortrag oder Kurs habe ich sie meinen Zuhörern empfohlen. Nicht nur für sich, auch für die Abschied nehmenden Tiere. Honeysuckle soll beruhigen, soll helfen sich auf den Wandel einzulassen. Sie hat mich oft begleitet, wenn es bei mir soweit war. Und auch jetzt hilft sie mir, die bittere Pille zu schlucken.
Bachblüten kannst Du in jeder örtlichen Apotheke kaufen. Die meisten haben diese bereits vorrätig oder können sie sehr schnell ordern. Ich bevorzuge die Hersteller Nelsons oder Healing Herbs. Wenn ich diese Bachblüte auch für Tiere nutzen möchte, besorge ich mir meist die Globulis von Honeysuckle, welche die Firma Healing Herbs anbietet. So kann ich diese einnehmen und auch ohne Gefahr meinem Tier geben, da sie alkoholfrei sind.

 

Weg 2: Erdungs-Übung

 

Ich habe vor etwa 13 Jahren von Beate Seebauer eine unglaublich tiefgehende Übung erlernt. Sie hat mir immer dann Bodenhaftung gegeben, wenn ich glaubte zu fallen oder aber abzuheben. Für diese Übung suchst Du einen angenehmen Ort auf und stellst Dich möglichst barfuß oder auf Socken hin. Lasse die Arme entspannt herabhängen. Schließe, wenn es Dir möglich ist, die Augen und atme mehrere Male tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Nun stelle Dir vor, wie aus Deinen Fußsohlen Wurzeln hinab ins Erdreich wachsen. Durch den Boden unter Deinen Füßen, durch die darunter liegende Etage, durch den nächsten Boden, immer weiter und weiter. Atme dabei entspannt weiter und spüre, wie Du immer mehr Bodenhaftung bekommst. Deine Wurzeln breiten sich immer weiter aus und geben Dir Halt. Wie ein großer starker Stamm stehst Du nun in Deinem Zuhause und kein Sturm kann Dir etwas anhaben. Diese Ruhe macht sich in Dir breit. Sie beruhigt Deinen Geist. Sie gibt Dir Kraft. Wenn Du nun möchtest, strecke die Arme nach oben in den Himmel. Stelle Dir vor wie aus Deinen Armen Äste wachsen, die sich dem Himmel emporstrecken. Du bist ein großer, starker Baum.
Wenn Du das Gefühl hast, dass es genug ist, ziehe die Äste wieder ein und senke langsam die Arme. Dann ziehe die Wurzeln ein, so dass Deine Füße wieder ganz leicht werden.
Falls Du Yoga machst, kannst Du auch die sogenannte Berghaltung „Tadasana“ dafür einnehmen.

 

Probier es gerne aus.

 

 

NUR UNSICHTBAR

 

Was mir außerdem gut tut ist aktuell das Gespräch mit meiner Tochter. Mir war es von Anfang an wichtig, dass Emma frühzeitig die Vergänglichkeit erfährt. Sie beerdigte mit uns Kaninchen Gomez. Da war sie etwas über 2 Jahre alt. Es folgten Santa, Feli und Kater Moppel. Sie begleitete uns als Säugling zur Beerdigung meines Patenonkels und zur Trauerfeier einer ehemaligen Nachbarin. Wir erklären ihr, wenn jemand schwer krank ist, worauf man sich einstellen muss….. Und sie begreift sehr schnell und betrachtet das alles so selbstverständlich.

 

Als sie die Tage einen Ausschnitt aus Tabaluga sah, in der Tabaluga auf den verstorbenen Papa traf und ich frustriert kommentierte „Der Papa von Tabaluga ist auch schon tot“, antwortete sie: „Mama, der ist nicht tot. Man ist nicht tot. Man ist dann nur unsichtbar, aber weiter da. Man ist dann im Herzen.“
Ihre Worte möchte ich an dieser Stelle so stehen lassen!
Jedem Sonnenuntergang folgt ein neuer Sonnenaufgang. Eine Tatsache.
Lebe das Leben. Versuche jedem Tag einen Moment zu schenken, in dem Du Dir Zeit für etwas nimmst, was Dir wichtig ist. Ein bewusster Augenblick.

 

 

Ich bin gerne für Sie da! Kontaktformular. Alternativ biete ich Ihnen an, wenn Sie mir Ihre PLZ und Ihren Wohnort verraten, einmal in meinem Netzwerk nachzusehen, wo sich in Ihrer näheren Umgebung ein/e kompetente/r Tierheilpraktiker-Kollege/in versteckt hat. Letzteres natürlich kostenfrei und unverbindlich.

 

Genießen Sie die Augenblicke mit Ihren Lieben!
Von Herzen alles Liebe für Sie.

 

DIE AUTORIN MIT KATZE MISCHU

 

Sonja Tschöpe ist ausgebildete Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin (für Hund, Katze und Kaninchen) mit mobiler Praxis. Ihrer Berufung geht sie von ganzem Herzen seit mehr als 10 Jahren nach. Sie ist Minimalistin, das heißt ihre Patienten bekommen nur soviel verordnet wie zwingend notwendig ist und das nur nach einer umfassenden Anamnese, bei der sie die enge Zusammenarbeit mit Tierhalter und Tierarzt sehr schätzt. Sie ist ganz offen: Wenn sie keinen Rat weiß oder die falsche Ansprechpartnerin ist, gibt sie dies direkt kund. Mit ihrer Familie und der Katzenseniorin Mischu lebt sie in der Nähe von Düsseldorf.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und diesen Beitrag gerne teilen möchten, ist das ausdrücklich erwünscht, jedoch bitte nur durch Verlinkung hierher. Herzlichen Dank!

 

Ich muss Sie darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

 

Das wunderschöne Beitragsfoto entstammt F – wie Foto   Daniela Jakob. Ich danke Dir Daniela, dass ich es verwenden darf!

Sonja Tschöpe – Tierheilpraktikerin

Prälat-Marschall-Str. 18
42781 Haan / Deutschland
Telefon: +49 2104 211 88 80

Montag, Donnerstag: 17:00 - 19:00 Uhr
Dienstag: 09:00-13:00, 17:00-19:00 Uhr
Freitag: 09:00 - 13:00 Uhr

Newsletter Anmeldung

( Abmeldung des Newsletter ist jederzeit möglich )