KLASSISCHE TIERHOMÖOPATHIE

Ein kleiner Einblick in eine umfangreiche Therapiemethode

Heute möchte ich Sie mit auf eine kleine Reise nehmen, die klassische Tierhomöopathie etwas näher kennenzulernen und womöglich richtig zu verstehen. Am Ende unseres Reiseziels steht für Sie die Antwort, ob diese alternative Therapiemethode etwas für Sie und Ihren tierischen Gefährten ist.

 

Beginnen wir mit einem kleinen Beispiel, wie es sich täglich irgendwo da Draußen abspielt:

„Guten Tag, ich habe einen Schnupfen und möchte gerne etwas Homöopathisches einnehmen.“
„Sehr gerne. Ich empfehle Ihnen Sulfur. Das nehmen Sie nun jeden Tag, mindestens 5 Globuli dreimal täglich, bis der Schnupfen weg ist. Ich bekomme 8,90 Euro.“

 

Man geht mit einem Symptom oder einer Diagnose zu Herrn / Frau XY um die Ecke und bekommt im Nu Homöopathie zum kleinen Preis. Alternativ kann man auch googlen und erhält Homöopathie zum Nulltarif. Es wird verabreicht und schwuppdiwupp sind die Beschwerden verschwunden, wenn sie denn verschwinden…
Vielleicht selbst schon einmal so erlebt? Wunderbar, wenn Herr / Frau XY mittels Kochbuchverschreibung zufällig ins Schwarze getroffen hat. Allerdings funktioniert die klassische Homöopathie so nicht. Der professionelle Therapeut sitzt auch nicht, wie oftmals bei Heilpraktikern vermutet, im weißen Walla-Walla-Gewand vorm Patienten und bekommt mittels Gedankenaustausch, Pendel oder sonstigem Gerät alle Symptome übermittelt. Er kann nicht anhand des Sternzeichens in Kombination mit der jeweiligen Schlafposition eine Potenz bestimmen. Und die schulmedizinisch möglicherweise gestellte Diagnose ist oftmals auch nur zweitrangig. Homöopathie ist weder Esoterik, noch eine Religion – an die man glauben muss.

 

Wer für sich oder sein Tier die klassische Homöopathie wählt, entscheidet sich für eine intensive Zusammenarbeit mit dem Therapeuten. Hier beugt man sich nicht mal kurz über die Ladentheke, flüstert eine Diagnose zu und erhält zu kleinem Preis Globuli. Hier gibt es zu Beginn der Therapie erst einmal in gewisser Weise Arbeit für beide Seiten.

 

Ablauf der Behandlung

 

Das gesamte Leben des Tierpatienten wird aufgerollt. Von der Geburt (sofern bekannt), über sämtliche Lebensstationen. Es wird über alle bisherigen Erkrankungen gesprochen, über Impfungen, Wurmkuren, Parasitenbekämpfung etc. und deren (medizinische bzw. alternative) Behandlung. Man notiert Vorlieben und Abneigungen und besondere Auffälligkeiten. Auch Haltung und Ernährung sind nicht unbedeutend. Irgendwann ist man an dem Punkt angekommen, weshalb Tierhalter und Tier beim Tierhomöopathen sitzen: die akute oder chronische Erkrankung. Nun geht es darum sämtliche Details hierzu festzuhalten, die das erkrankte Tier zeigt. Das Ganze nennt sich Anamnese. In dieser versucht der Homöopath bereits den roten Faden zu finden und möglicherweise erste Hinweise auf ein passendes Mittel zu erkennen. Je nachdem kann ein solches Gespräch zwischen einer Stunde und durchaus auch mal drei Stunden andauern. Zeit, die man sich jedoch nehmen sollte! Zurück vom Laden umme Ecke wäre man natürlich schon längst Zuhause angekommen, hätte Sulfur vermutlich schon zum 2. Mal eingeworfen…

 

Nach der Anamnese wertet der Therapeut alles aus. Es folgt die Repertorisierung. Entweder per Hand oder mittels Computerprogramm werden die wertvollen Symptome der gesamten Notizen herausgearbeitet und damit ergibt sich ein Mittelbild. Denn wir erinnern uns, wir suchen das ähnlichste Mittel. Dies kann manchmal recht schnell gehen, doch in den meisten Fällen sind es die schweren, chronischen Erkrankungen, die der Tierhomöopath betreut und dementsprechend kann die Mittelfindung einiges an Zeit kosten. Zeit, die sich jedoch lohnt zu investieren und auf die Rückmeldung des Therapeuten zu warten. Es kommt die Geduld ins Spiel. Geduld benötigen beide Seiten in der homöopathischen Behandlung. Wir wollen auch keine Erstverschlimmerung, denn das Letzte was der klassische Tierhomöopath will ist, dass sich Leiden verschlechtert. Daher wird die passende Arznei in passender Potenz gewählt und entsprechend dem Tierzustand dosiert. Oft arbeiten wir mit Einmalgaben und beobachten danach, was sich tut. Bei schweren Pathologien kann jedoch auch eine tägliche bis mehrmals tägliche Gabe empfohlen werden.

 

Nach der Gabe ist vor der Gabe und wieder einmal wird Geduld verlangt. Denn nach der Erstgabe heißt es meist beobachten, was sich beim Krankheitsgeschehen tut. Am liebsten wäre ein Wunder, der Patient steht auf und alles ist weg. So läuft es aber nicht, auch wenn man als Therapeut sicherlich schon den ein oder anderen spektakulären Fall in seiner Praxis hatte. Manchmal tut sich in den ersten Tagen etwas, vielleicht nur minimalistisch.
Manchmal bemerkt man eine Veränderung auch erst, wenn das erste Nachgespräch erfolgt und sämtliche zur Mittelwahl wichtige Punkte noch einmal mit dem Tierhalter durchgegangen werden.
Fakt ist aber, dass die homöopathische Begleitung Geduld braucht. Von der haben wir Menschen leider häufig zu wenig und daher wird oftmals in die laufende Behandlung rein gegrätscht. Sei es mit „wir waren nochmal beim Tierarzt und der hat dann ein homöopathisches Präparat gegeben.“ Gerne aber auch mit „wir haben im Internet gelesen, dass man auch … geben könnte.“ Gegen Tierarztbesuche und Internetrecherche spricht nichts – allerdings gegen zusätzliche alternative, nicht vorher abgesprochene Mittelgaben. Diese können den gesamten Verlauf wieder auf null zurückwerfen, so dass man noch einmal von vorne beginnen muss. Viel hilft nicht immer viel.

 

Es ist wichtig Vertrauen in seinen Therapeuten zu haben, mit ihm abzusprechen wie es weitergeht. Und natürlich auch mit der notwendigen Geduld seinem Tier zur Seite zu stehen. Bei allen offenen Fragen, Zweifeln und auch Ängsten oder wenn die Ungeduld wieder einmal anklopft und die innere Ruhe aus dem Gleichgewicht bringt, einfach Bescheid geben.

 

Wir sind am Ende unserer kleinen homöopathischen Reise angekommen. Wenn Sie noch immer eine homöopathische Behandlung für Ihren Tierfreund wünschen, die Geduld haben und das Vertrauen in die Tierhomöopathie setzen, begleite ich Sie sehr gerne!

 

Hinweis

 

Ich muss Sie darauf hinweisen, dass es sich gemäß § 3 des Heilmittelwerbegesetz (HWG) bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Verfahren der alternativen Medizin/Therapie handelt. Diese sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die von mir gegebenen Informationen zur Behandlung sind keine Garantie und weder als Heil- noch als Linderungsversprechen zu sehen.

Sonja Tschöpe – Tierheilpraktikerin

Prälat-Marschall-Str. 18
42781 Haan / Deutschland
Telefon: +49 2104 211 88 80

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