Archiv 2009

Sept./Oktober 09: Psychisch krank oder natürliches Verhalten

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Manchmal zeigen unsere Tiere Verhaltensweisen, bei denen wir uns fragen: "Ist alles normal mit Dir?" Kaninchen zerbeissen Teppiche oder Kabel oder scharren wie wild in einer Ecke auf dem Boden herum. Hunde beissen Holzfußbodenleisten an oder bellen ohne Unterbrechung die leere Wohnung an, als würden sie Gespenster sehen. Katzen sitzen in meditativer Haltung und starren vor sich hin, als hätte man sie zur ägyptischen Statue gegossen. Alles normal? Oder ein psychisches Problem, über das wir uns Sorgen machen müssten?

Es gibt viele Merkmale, die den Tierfreund zu einem unverwechselbaren Kumpel machen. Ich nenne sie liebevoll "Eigenheiten", die auch wir Menschen zu Hauf besitzen. Würden wir Menschen jeder dieser Eigenheit mithilfe psychologischer Unterstützung zu Leibe rücken - wir wären vermutlich über viele Monate damit beschäftigt uns zu "heilen". Doch kann man "Macken" heilen?

Beim Haustier muss das Thema Eigenheit sicherlich aufgeteilt werden. Viele dieser sogenannten Macken entstehen oft durch ein eventuell nicht tiergerechtes Leben. Ein Kaninchen, das beispielsweise über viele Stunden in seinen Käfig gesperrt wird, entwickelt sehr oft diverse Verhaltensweisen, die seinen Menschen stören. Da wäre das Angreifen der sich nähernden Hand, das Nagen an den Gitterstäben oder das stundenlange Buddeln in einer Käfigecke. Hier muss man sich ganz klar fragen: Warum tut das Tier das? Die Antwort sollte hier niemals eine psychologische Behandlung sein! Hier muss in erster Linie die Haltungsform geprüft und verändert werden.

Bei Hunden kann sehr viel über die richtige Erziehung erreicht werden. Ebenso sollte das Tier jedoch viel Spiel und Spaß und Bewegung haben. Sind dann Eigenheiten da, so lässt sich darüber entscheiden inwiefern man diese wirklich behandeln kann und behandelt haben möchte. 

Katzen lassen sich meist nur schwer "erziehen". Sie leben ihre feinen, kleinen Eigenheiten häufig recht gerne aus - zum Leidwesen manches Katzenpersonals.

Ein Haustier auf der Couch beim Psychologen - nicht immer eine Lösung, doch es kann im ersten Step eine sehr große Hilfe sein. Ausgebildete Tierpsychologen nehmen alles genau unter die Lupe. Was passt nicht? Herr- oder Frauchen oder in der Tat das Tier?

Sehr oft liegt die Lösung darin, dass sich ihr Mensch verändert und etwas anpassen muss. Ist dieser erste Schritt getan, kann mit Übung und Geduld das Nächste erreicht werden. Eine parallele Hilfe kann in diesen Fällen u.U. die Gabe von z.B. Bachblüten oder eine homöopathische Behandlung sein. 

Manchmal verschwindet eine Macke jedoch nicht... ich denke, damit kann man durchaus leben - wie wir selbst mit unseren unverwechselbaren, menschlichen Eigenheiten.

 

Alles Liebe für Sie und Ihre Tiere!

Sonja Tschöpe

 

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