Archiv 2009
Mai 09: Impfen ja oder nein?
» zurück zu Archiv 2009Das Frühjahr ist für viele Tierhalter die Jahreszeit, in der es mit Bello, Mieze oder Meister Langohr zum Tierarzt zum Impfen geht. Es wird in der Regel ein kurzer Gesundheitscheck vollzogen, um sicherzugehen, dass das Tier gesund und fit genug ist, geimpft zu werden.
Doch was steckt eigentlich hinter den Impfungen? Ist das wirklich so gesund für das Tier? Ist es wirklich lebensrettend?
Wenn man im Internet genauer recherchiert, so wird man in zig Tierforen mindestens 1 Beitrag finden, in dem es um eine sogenannte „Impfreaktion“ geht. Das Tier hat die Impfung schlecht vertragen. Es ist davon krank geworden oder aber zeigt genau die Anzeichen der Impfung. Das kann in den Fällen passieren, in denen sogenannter Lebendimpfstoff verabreicht wird.
Ein negativer Beitrag reicht meistens aus, um sich seine Gedanken zu machen. Vielleicht reicht es auch aus sein Tier von nun an gar nicht mehr impfen zu lassen.
Im anderen Fall gibt es jedoch genug Tiere, die aufgrund einer nicht erfolgten Impfung krank werden! Bei den Kaninchen ist die Myxomatose eine der Seuchen, die es jedes Jahr gibt. Sie wird durch Mücken übertragen, jedoch auch durch kontaminiertes Grünfutter. In 2007 starben im norddeutschen Raum zig Kaninchen qualvoll daran.
Was soll man nun tun? Impfen oder es bleiben lassen?
In jedem Fall sollte man sich vernünftig informieren. Einen guten Ratgeber hat Monika Peichl herausgebracht: „Haustiere impfen mit Verstand – ein kritischer Ratgeber“. Er ist im N.H.V. Verlag erschienen und kostet 19,80 Euro. Es zeigt Impfungen für Katzen, Hunde, Pferde, Kaninchen und Frettchen auf und klärt die Frage, was hinter den Impfungen eigentlich steckt. .
Letzten Endes muss natürlich dann jeder Tierhalter für sich entscheiden, was er tun wird. Wichtig ist, dass nur gesunde Tiere mit einem stabilen Immunsystem geimpft werden. Das Immunsystem kann man mittels spezieller Präparate vor einer Impfung ankurbeln. Sollte es zu einer Impfreaktion tatsächlich kommen, ist in jedem Fall der Tierarzt oder notdiensthabende Tierarzt zu kontaktieren – hier sollte keine Zeit verloren werden!
Ich selbst habe in 2007 eine Impfreaktion bei einem Kaninchen erlebt. Auch wenn mir dieser Vorfall sehr viel Material zum Nachdenken gab, ich habe meine restlichen Kaninchen dennoch impfen lassen. Nicht nur in 2007, auch in 2008 und in 2009. Nur dieses eine Tier erhält keine Impfungen mehr. Bislang war diese eine Reaktion die einzigste auf die Impfungen gegen Myxomatose und RHD.
Ich wünsche all unseren Tieren, dass sie eine Impfung gut vertragen oder aber, im ungeimpften Fall, die Krankheit nicht bekommen!
Alles Liebe für Sie und Ihre Tiere!
Sonja Tschöpe
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