Archiv 2009
März 09: Beschäftigung für Mensch und Tier
» zurück zu Archiv 2009Etwas Sport tut auch den Haustieren gut, doch das tägliche Allerlei ist schnell langweilig. Viele Tierarten wollen gefordert werden, mal was anderes sehen, erforschen, fühlen. Hand aufs Herz - wann haben Sie das letzte Mal Ihrem tierischen Begleiter etwas Neues gegönnt, selbst etwas gebastelt oder aber ihm sonstwie eine neue Beschäftigung spendiert?
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt!
Katzen kann man sehr gut fordern, wenngleich nicht jeder Katzencharakter gleich ist und an Intelligenzspielchen Freude hat. Doch meist siegt die Neugierde oder aber die Lust auf die Belohnung. Verschiedene Intelligenzspiele kann man im Fachhandel käuflich erwerben oder aber mit einfachen Mitteln auch (nach Anleitung) selber bauen. Für viele Wohnungskatzen ist die ganz spezielle Federangel (Da Bird) das absolute Lieblingsspielzeug. Es ist so konzipiert, dass die Angel beim Schwingen durch die Luft wie ein Vogel surrt. Bitte nur aufpassen, dass die Katze sich nicht verausgabt.
Wie wird aus dem Hund eine Spürnase? Ganz einfach: Leckerchen im Garten oder der Wohnung so verstecken, dass Bello diese mit etwas Geschick suchen und aufspüren muss. Natürlich sollten sich bei diesem Spiel stets neue Versteckmöglichkeiten ausgedacht werden. Denn Hunde sind nicht dumm! Schnell merken sie sich die Verstecke und suchen diese natürlich zuerst auf. Es gibt im Fachhandel Spielzeug, in das man Leckerchen füllen kann. Zum Beispiel einen Snackball oder aber den Kong.
Kaninchen kann man aus verschiedenen Materialien Hindernisse bauen, über die sie nach Herzenslust hoppeln können. Wichtig ist, dass die Tiere dies aus freien Stücken tun können. Leinen sollten daher keinesfalls verwendet werden (Todesgefahr!). Eine Fütterung kann auch mal anders gestaltet werden. Warum nicht an einer möglichst reissfesten Schnur verschiedene gesunde Frischfuttersorten befestigen und in gerade noch so erreichbarer Höhe befestigen? Die Kaninchen müssen sich recken, um an das leckere Futter zu gelangen. Mal was anderes als das tägliche Gemüse aus dem Napf oder vom Boden.
Rennmäusen kann man mit selbstgebastelten Korkröhren eine Freude machen. Einfach ein wenig Kokosgarn im Gartencenter kaufen und Röhren zusammennähen. Die Nager bekommen mit einer solchen Röhre einen möglichen neuen Lieblingsschlafplatz, den sie auch zernagen können. Zu guter letzt bietet sich eine solche Röhre als Versteckmöglichkeit für gesunde Leckereien an.
Egal mit welchem Tier Sie Ihr Leben teilen: Sorgen Sie ab und an für etwas frischen Wind. Natürlich muss man hierbei immer gut beobachten, ob das Neue dem Tier gut tut. Es gibt einige wenige Tiere, denen ein solches Programm eher schädigenden Stress bereitet. Sie kennen Ihr Tier. Versuchen Sie es einfach. Vielleicht dann nicht direkt mit vollem Programm starten, sondern mit etwas weniger anspruchsvollen. Ausprobieren, wie das Tier reagiert und danach dann gegebenenfalls das Programm steigern.
Ich wünsche Ihnen und Ihrem tierischen Gefährten einen wunderschönen Frühling!
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