Archiv 2009

Juni 09: Klassische Homöopathie

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Wer hat es nicht schon selbst ausprobiert oder ist über die Weiten des Internets darauf gestoßen - die Homöopathie! In Internetforen bombadieren sich Tierhalter seit Jahren mit "gebe Globuli x bei Krankheit y", als wären es Zuckerkugeln, die bei falscher Wahl ja eh nichts bewirken. Oje, da dreht sich spätestens jetzt einer im Grabe herum: Dr. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie.

Denn wenn eines ganz und gar nicht stimmt, so ist es diese von Laien verbreitete These. Auch die Empfehlungen, man möge bei einer bestimmten Krankheit, wie z.B. Durchfall zu Nux vomica greifen und das seinem Tier geben, kann im ungünstigsten Fall den Tierzustand noch verschlimmern. Statt mit Homöopathie zu heilen könnte das Tier genau diese Symptome durchleben, für die das Mittel steht.

Mach´s nach, aber mach´s genau - Heile ähnliches mit ähnlichem!

Diese beiden Sätze Hahnemanns kommen nicht von ungefähr. Die klassische Homöopathie ist ein sehr zeitintensives Thema, um von der Fallaufnahme zum passenden Mittel zu gelangen. Warum ist das so? Wer einmal in die Bücher eines praktizierenden klassischen Homöopathen einen Blick werfen durfte, der sieht eine Vielzahl von Einzelmitteln bei einem Krankheitssymptom. Hinzu kommen zig Unterpunkte zu diesem Krankheitssymptom und dem möglichen Auslöser. Und dahinter finden sich nun eine Vielzahl von Einzelmitteln. Der Laie würde nun das im Internet als Tipp erhaltene Nux vomica möglicherweise finden und sagen "Aha, da steht es ja!" Und schwupps gibt er es seinem Tier. 
Der Homöopath betrachtet die Gesamtheit. Er nimmt alles auf, sucht das Besondere, aber auch das Auslösende. Und am Ende kommt ein Mittel zu Tage, das den gesamten Zustand des Tieres so spiegelt, um das "Simillimum" zu sein. Es ist der goldene Schlüssel. In der richtigen Potenz und in der richtigen Dosis wird es dem Tier helfen.

Ich habe über viele Jahre als Laie mit Globulis "gespielt", bis ich mich zu einer Ausbildung entschied. Erst dadurch habe ich erfahren, was ich meinen Tieren eigentlich mit dieser doch sehr oft so unbedarften Gabe "angetan" habe. Ich wundere mich nun nicht mehr, dass die Mittel meist nicht wirklich halfen.

Seitdem ich sehr tief in der Materie stecke, achte und schätze ich die klassische Homöopathie sehr und betrachte sie aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Die klassische Tierhomöopathie ist ein wunderbares Werkzeug akute und chronische Krankheiten zu behandeln.

Ich wünsche mir, dass durch die richtige Anwendung vielen Tieren geholfen werden kann.

 

Alles Liebe,

Sonja Tschöpe

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