Archiv 2009
August 09: Erste Hilfe im Notfall
» zurück zu Archiv 2009Es gibt Situationen im Leben, die man möglichst umgeht und so gut es geht vermeidet. Es kann jedoch immer etwas passieren, ganz plötzlich und ohne das man damit gerechnet hätte. Was dann? Wie in vielen anderen Schrecksituationen auch, fällt es schwer Ruhe zu bewahren und sich daran zu erinnern, was man als erstes tun sollte - erst Recht wenn es um das eigene Haustier geht.
Viele Tierratgeber besitzen meist neben einem Krankheitskapitel diverse Tipps rund um die Erste Hilfe Versorgung. Es lohnt sich dieses Thema immer wieder mal wieder zu Gemüte zu führen. Im Notfall kann man ohne Nachzulesen schnell auf das Gelernte zurückgreifen - wertvolle Zeit kann gespart werden. Im Internet bieten viele Tierwebsiten ebenfalls solche Tipps an (z.B. http://www.tierklinik.de/erstehilfe.php). Es bietet sich an solche nützlichen und informativen Websites als Favoriten abzuspeichern. So sind sie schnell wiedergefunden.
Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Erste Hilfe Kurse fürs Haustier, die diverse Tierärzte, Tierheilpraktiker aber auch Hundeschulen und Pferdeställe im Angebot haben. Hier wird am lebenden Beispiel (meist am eigenen Tier) der Ernstfall trainiert. Dies gibt eine gewisse Sicherheit.
Ein paar erste Hilfe Tipps
Einige hilfreiche Dinge, die man im Alltag aufgeschnappt hat, lassen sich im Notfall sehr gut umsetzen. Sie ersetzen zwar, je nach schwere der Verletzung keinesfalls einen Tierarzt, können das Tier jedoch bis zum Eintreffen des Tierarztes oder dem Erreichen in der Tierarztpraxis wertvolle Unterstützung geben. Man nennt das die Erstversorgung:
- Schocksituationen
wenige Tropfen der Bachblütenkombination Rescue Remedy® (Erste Hilfe) in den Nacken träufeln. - Blutungen
mit einem feuchten, sauberen Tuch stillen und einen Verband anlegen. Wer mit Farblicht arbeitet kann die Wunde mit Blaulicht bestrahlen (Blau kühlt und zieht zusammen). - Verbrennungen
mit einem warmen, möglichst nur leicht feuchtem Tuch umwickeln. In der Homöopathie heilt man ähnliches mit ähnlichem. Heißes wird somit mit heißem behandelt und kann sehr schnell Linderung verschaffen. - Kreislaufprobleme/Hitzschlag
Stirn und Ohren mit einem sehr kaltem, feuchten Tuch betupfen. Pfoten und Beine massieren, um den Kreislauf anzuregen. Wenig Wasser vorsichtig ins Maul führen, jedoch so, dass sich das Tier daran nicht verschlucken kann. Unter Umständen Luft zufächern oder mittels Kaltinhalat-Gerät (z.B. PariBoy®) Luft zuführen. - Vergiftungen
sollten sofort einem Tierarzt vorgestellt werden! Als Erstversorgung durch den Tierhalter ist höchstens eine Infusion ratsam.
Notfallapotheke
In jedem Haushalt gibt es eine mehr oder weniger gut gefüllte Hausapotheke. In dieser sammeln sich meist all die Medikamente, die man irgendwann mal vom Arzt oder Apotheker empfohlen bekommen hat. Wie siehts mit der Notfallapotheke fürs Haustier aus? Die erste Frage ist, ob man eine derartige überhaupt benötigt. Dies hängt vom Tierhalter und vom Haustier ab, mit dem man sein Leben teilt. Es gibt Tiere, die nie irgend etwas haben, immer gesund und munter bis ins hohe Alter sind.
Dann gibt es die Tierhalter, die manchmal den Eindruck haben eine Art Abonnement mit dem Tierarzt abgeschlossen zu haben. Ständig ist etwas und insbesondere nach Praxisschluss im Feierabend oder am Wochenende. Viele Tierhalter kennen ihre Tiere in und auswendig, so dass es ihnen leicht fällt das erste Unwohlsein selbst zu bemerken und unter Umständen sogar die Erstversorgung einzuleiten. Für diese Menschen ist es durchaus ratsam, sich eine Notfallapotheke fürs Tier anzuschaffen.
Was darin enthalten sein sollte, hängt in erster Linie natürlich von der jeweiligen Tierart ab! Nicht verkehrt sind jedoch:
- Rescue Remedy® Bachblüten (als Tropfen oder Hunde-/Katzenbonbons)
- Calendula Essenz (z.B. von Wala) für Wunddesinfektion
- alternativ auch Arnicaessenz zur Wunderstversorgung
- Euphrasia Ampullen (z.B. von Wala) bei Bindehautreizungen es Auges
- Sab Simplex® bei Blähungen
- Heilerde (bei Durchfall)
- sowie diverse Einweg-Spritzen unterschiedlichen Größen und Verbandsmaterial
Wie auch die Notfallapotheke für den Menschen, muss die fürs Tier in regelmäßigen Abständen auf das Haltbarkeitsdatum überprüft werden. Abgelaufene Präparate müssen entfernt werden. Das bedeutet keinesfalls die Entsorgung im Hausmüll oder mittels Spüle/Toilette, sondern die Rückgabe über die örtliche Apotheke.
Sehr wichtig ist auch die Rufnummer der Tierarztpraxis oder aber der Tierklinik stets griffbereit zu haben, inkl. der Notdienstsprechzeiten. So kann im Notfall direkt angerufen werden.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie weder die Erste Hilfe, noch die Notfallapotheke benutzen müssen.
Ich wünsche Ihnen eine gesunde Zeit mit Ihrem Tier!
Alles Liebe
Sonja Tschöpe
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